ECUADOR: MEDIENREPRESSION
Indymedia Journalisten in Ecuador im Visier, fünf Verhaftungen
lulu
09 May 2008 17:18 GMT
(übersetz von lulu)
In Ecuador nahm die Polizei am Dienstag Abend, 6. Mai, fünf Journalisten fest, die für Indymedia Ecuador arbeiten. Vier von den Fünf wurden am Mittwoch Nachmittag wieder aus der Haft entlassen. Die Regierung sagt, dass die vier Aktivisten wegen ihrer Beziehung zum fünften Häftling festgenommen wurden, ecuadorianischer Staatsbürger kolumbianischer Abstammung Antonio Alcívar.
Die Regierung weigerte sich zuerst eine Begründung für die Verhaftungen abzugeben. Die Menschenrechtsorganisation Fundación Regional de Asesoría en Derechos Humanos (INREDH) merkte an, dass dies ein Verstoß gegen das Recht der Gefangenen sei, die über den Grund ihrer Verhaftung und über die Identitäten der informiert werden müssten, die ihre Festnahme gefordert und durchgeführt haben.
Ecuador IMC: Korrespondenten von Indymedia Ecuador Opfer von willkürlicher Verhaftung (sp) || DRINGEND: SOLIDARITÄT MIT DEN UNABHÄNGIGEN JOURNALISTEN (sp) || Meldung über die Verhaftung von Mitarbeitern Indymedias in Ecuador (sp) || Journalisten wieder freigelassen (weiterführende Infos) (sp) || IMC Brasilien: Korrespondenten von Indymedia Ecuador Opfer von willkürlicher Verhaftung (portugiesisch) || Upside Down World
Laut der Menschenrechtsorganisation INREDH ist davon auszugehen, dass Alcívar wegen seiner Anklagen wegen Waffenhandel von der Kolumbianischen Sicherheitsbehörde (DAS) ins Visier genommen wurde. Ihm wird vorgeworfen Kontakte zur Guerilla Gruppe, Nationale Befreiungsarmee Kolumbiens (ELN), zu haben.
Ecuadorianische Ankläger werfen Alcívar vor, sich mit falscher Identität ausgewiesen zu haben. Der Häftling soll angeblich vier Decknamen benutzt haben.
Indymedia Ecuador beschuldigt die Regierung, Journalisten wegen linker Organisation und ihrer Medienarbeit ins Visier genommen zu haben. Außerdem wird betont, dass Indymedia - eine internationale, unabhängige Medienplattform, die einer breiten Palette von Mitwirkenden offen ist - nicht für die Aktivitäten aller Mitwirkenden verantwortlich sein kann.
Die Mitwirkenden Indymedias Ecuador haben sich kritisch über die Unterstützung der groß angelegten Bergbau-Pläne und des Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union durch Präsident Rafael Correa geäußert.
Laut INREDH scheint es, dass "dieser [Einsatz] unternommen wurde, um die alternative Presse, die Informationen kritisch angehen und sich für soziale Kämpfe einsetzen, einzuschüchtern. Diese Aktion stellt eine Verletzung auf das Recht der freien Meinungsäußerung dar."
Die Verhaftungen geschahen kurz nach dem Angriff der kolumbianischen Armee auf ein Camp der FARC in Ecuador am 1. März. Dieses Ereignis löste in der Region eine Krise aus und die diplomatischen Verbindungen zwischen Quito und Bogotá sind noch immer unterbrochen. Um den Angriff zu rechtfertigen hat Kolumbien einige Behauptungen aufgestellt - sowohl öffentlich, als auch in aufgeflogenen Dokumenten, die von anonymen Quellen öffentlich gemacht wurden - dass es in Ecuador Verbindungen zur FARC gäbe. Die ELN ist Kolumbiens zweitgrößte Guerillagruppe und wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von der Regierung, rechten Paramilitärs und der FARC angegriffen. Obwohl die zwei Guerillagruppen in der Vergangenheit manchmal zusammen gearbeitet haben, stritten sie sich in letzter Zeit immer öfter über das Hoheitsgebiet der ELN nahe der venezolanischen Grenze.
Indymedia Ecuador und INREDH zufolge hat die Politische Polizei (PJ) und die Vermittlungs- und Rettungsgruppe (GIR) die Verhaftungen durchgeführt. Die Journalisten wurden auf der Straße festgehalten und dann nach hause gebracht, wo in brutaler Art und Weise Durchsuchungen durchgeführt wurden. Angeblich haben Agenten in den Wohnungen der Journalisten Computer, Dokumente und Laufwerke beschlagnahmt. Sie sollen sogar ein Che Guevara Poster als "Beweis" beschlagnahmt haben.
Indymedia Ecuador organisierte am Mittwoch um 11:00 eine Pressekonferenz vor der Polizeiwache in Quito, wo die Journalisten festgehalten wurden. Und um 15:00 Uhr demonstrierten 50 Aktivisten von der Polytechnischen Universität Ecuadors zur Polizeiwache, um eine faire und legale Behandlung der Verhafteten und die Veröffentlichung der Anklage zu fordern.
Laut INREDH wurde den Häftlingen nicht versagt, ihre Anwälte zu sehen. Sie wurden allerdings dazu gezwungen, auszusagen, während von der Polizei bereitgestellte Anwälte anwesend waren.
Die Aktivisten und dei INREDH beschweren sich bei der Ecuadorianischen Innenpolizei und bei internationalen Menschenrechtsorganisationen.
Es ist nicht klar, warum die ecuadorianische Regierung diese Verhaftungen veranlasst hat. Auch ist fraglich, warum die Verhaftungen mit den letzten Konflikten mit Kolumbien in Verbindung stehen sollen. Es scheint, dass Präsident Correa die kolumbianischen Anschuldigungen wieder aufnehmen will und versucht, die Entschlossenheit der Regierung zu demonstrieren, um die to Präsenz der Guerilla in Ecuador zu entwurzeln - und einige Kritiker in der Linken in diesem Prozess einzuschüchtern.
Artikel von Daniel Denvir, Email: daniel.denvir@gmail.com
Daniel Denvir ist unabhängiger Journalist und Mitwirkender bei der Lateinamerikanischen Agentur für Informationen (www.alainet.org) in Quito, Ecuador. Er hat 2008 das Samuel Chavkin Investigative Journalism Stipendium. Außerdem ist er Mit-Herausgeber des bald erscheinenden Journals Caterwaul Quarterly (www.caterwaulquarterly.com). Quelle:
http://upsidedownworld.org/main/content/view/1274/1/
Comunicado #3 - Detención arbitraria a comunicadores de indymedia Ecuador
Todos somos Indymedia (((i))) 11.May.2008 18:15
Comunicado #3 - Detención arbitraria a comunicadores de indymedia Ecuador
http://www.ecuador.indymedia.org/es/2008/05/25138.shtml
http://www.ecuador.indymedia.org/es/2008/05/25143.shtml
http://www.ecuador.indymedia.org/es/2008/05/25146.shtml
Nuestra palabla busca la liberación y la justicia
Solidaridad con Indymedia
Indymedia Ecuador communiques
IMCista 19.May.2008 02:54
Indymedia Ecuador communiques 1, 2 and 3 in english:
http://www.indymedia.org.uk/en/2008/05/398976.html
International solidarity - freedom of communication
Global Project - italia 26.May.2008 06:58
Indymedia Ecuador under attack
http://www.globalproject.info/art-15985.html?recalcul=oui
http://www.ecuador.indymedia.org/es/2008/05/25246.shtml
International solidarity - freedom of communication
Arbitrary process, arbitrary arrests
Thursday May 15th, 2008
One more time an independent media is under attack.
Some days ago (6th May n.d.r.) activists from Indymedia Ecuador were arrested during an police operation coordinated by Latinoamerican Interpol and the Ecuadorian special corp GIR.
The police operation was taken place in the morning of the 6th of May and after that special corps raided the houses, 5 activists from Indymedia Ecuador were arrested. The supposed crime is not so clear, but ecuadorian police and interpol build up accuses around "use of false documentation".
It is real clear indeed the attempt of the police to criminalize one more time who are making another way of communication, always indipendent both from below.
Where the conflicts are, indipendent medias go and move.
Hands off Indymedia Ecuador.
Free them all!
Website:
CARTA ABIERTA AL GOBIERNO Y A LA ASAMBLEA CONSTITUYENTE
Indymedia Ecuador 26.May.2008 07:03
El motivo de la presente, es denunciar el violento operativo policial que se llevó a cabo la noche del martes 6 de mayo en la ciudad de Quito, por parte del Grupo de Intervención y Rescate (GIR) y la Policía Internacional (INTERPOL), para la detención arbitraria de cinco comunicadores del Centro de Medios Independientes Indymedia ? Ecuador. Denunciamos el abuso de la fuerza que se aplicó en el sobredimensionado operativo donde hubo abusos policiales y violaciones a los derechos humanos, que son inadmisibles en un país democrático.
ecuador@indymedia.org
Econ. Rafael Correa
Presidente de la República del Ecuador
Dr. Fernando Bustamante
Ministro de Gobierno y Policía
Dr. Gustavo Larrea
Ministro de Coordinación de Seguridad Interna y Externa
Dr. Gustavo Jalkh
Ministro de Justicia y Derechos Humanos
Señores-as Miembros de la Asamblea Nacional Constituyente
Distinguidas Autoridades, Compañeros, Compañeras
Indymedia es una red global de comunicación e información alternativa e independiente a través del internet, que se formó en Seattle, Estados Unidos en 1999 en el marco de las protestas contra la cumbre de la Organización Mundial de Comercio. Se inscribe como una opción de comunicación dentro del llamado movimiento contraglobalización que se opone a la globalización neoliberal y a la dictadura mundial de las empresas transnacionales, y el monopolio de los grandes medios de comunicación privados que corresponden y defienden intereses de poderosos grupos económicos.
Indymedia Ecuador nace en el campamento contra el ALCA y el Plan Colombia que se llevó a cabo en el año 2002 en la Universidad Salesiana. Somos un colectivo anticapitalista totalmente autogestionado de activistas de la comunicación que cubrimos protestas y reivindicaciones de los movimientos sociales, realizamos un trabajo de reportajes, fotografías y documentales, así como también hemos organizado una serie de eventos públicos como ciclos de cine independientes, conversatorios, videos - foros, debates, etcétera.
El motivo de la presente, es denunciar el violento operativo policial que se llevó a cabo la noche del martes 6 de mayo en la ciudad de Quito, por parte del Grupo de Intervención y Rescate (GIR) y la Policía Internacional (INTERPOL), para la detención arbitraria de cinco comunicadores del Centro de Medios Independientes Indymedia ? Ecuador. Denunciamos el abuso de la fuerza que se aplicó en el sobredimensionado operativo donde hubo abusos policiales y violaciones a los derechos humanos, que son inadmisibles en un país democrático.
Pensamos que estamos frente a una nueva intromisión extranjera que afecta a la soberanía de nuestro país, en el contexto de la confrontación entre Colombia y Ecuador, esta vez ejecutada por fuerzas especiales de la policía ecuatoriana, comandada por un cuestionado fiscal gutierrista como es el Sr. Francisco Novoa de la unidad de delitos miscelaneos , y ordenada por organismos como la CIA, el DAS, y la Interpol en el marco del Plan Colombia y la guerra mundial ?antiterrorista? del gobierno de George Bush.
En la actual coyuntura política internacional, en la que se están llevando a cabo profundas transformaciones por parte de los gobiernos populares de Ecuador, Venezuela y Bolivia a través de las Asambleas Constituyentes y su rechazo a la política neoliberal, es evidente el constante y agresivo intento de desestabilización de la región por parte de Washington y sus lacayos como el ilegítimo gobierno narco paramilitar de Uribe Vélez que en su malicioso accionar han declarado la guerra a los pueblos latinoamericanos, a través de sus permanentes calumnias, acusaciones y mentiras que no han cesado los intentos de destruir los procesos democráticos y avances de reconquista de las soberanías nacionales en América Latina.
En este contexto expresamos nuestra profunda preocupación por los vínculos entre la policía ecuatoriana y fuerzas externas altamente cuestionadas por su rol ideológico, que pretenden desestabilizar al gobierno de Correa y la paz en la región mediante la pretendida atemorización y criminalización de la organización social, la protesta, la ideología y de medios de comunicación alternativos, por el papel que juegan en la construcción de sociedades democráticas y libres. Nosotros apoyamos el proceso de transformación democrática en Ecuador, así como todos los procesos de emancipación de los pueblos hacia una sociedad más equitativa, participativa y justa. Pensamos que el ataque a nuestros compañeros no salió desde el gobierno, pues en su forma, justificación y contenido es totalmente incompatible con su discurso. Estamos convencidos de que en el Ecuador existe plena libertad de opinión y de prensa.
Exigimos a las autoridades que se investiguen a fondo los hechos, que se transparenten los procedimientos judiciales y el grado de intromisión de la CIA, el DAS, y la Interpol en el país; que cesen de inmediato los seguimientos de agentes civiles a los miembros de Indymedia; la libertad para Guillermo, que se nos devuelva el material incautado como evidencia, dentro del cual se encuentran varias computadoras que constituyen el instrumento de trabajo de nuestros compañeros; que no queden en la impunidad todos los violadores de derechos humanos; que se condenen estos hechos de violencia, las persecuciones políticas y la criminalización de la ideología de izquieda que se evidencian en este caso.
Los hechos
El día martes 6 de mayo de 2008, a las 9:30 pm, fueron asaltados a mano armada en la calle por más de una docena de agentes en civil, los mismos que nunca se identificaron como policías, los comunicadores sociales Diana Cabascango y Guillermo García, y poco después Carlos Andrade y Francisco Jaramillo. Posteriormente en el domicilio de Santiago Cadena en Miraflores más de cuarenta agentes del GIR y la Interpol armados con ametralladoras, pistolas, gases, cubiertos el rostro con pasamontañas, lo arrestaron cuando regresaba de la Universidad, le destrozaron su vivienda y lo amenazaron de muerte. Después secuestraron a Santiago y a Guillermo, y los llevaron encapuchados haciéndoles temer por su desaparición al valle de Tumbaco, donde se procedió al segundo allanamiento violento del departamento arrendado por Diana.
Incomunicaron y maltrataron física y psicológicamente a los cinco compañeros, quienes fueron interrogados extrajudicialmente durante toda la noche en la policía judicial, sin poder ver a su abogado, conocer sus derechos, ni hacer una llamada. Por suerte no fueron llevados al famoso piso siete de la PJ donde según varios testigos existe un cuarto de tortura.
De las dos viviendas fueron incautados objetos como libros, afiches, casetes, CDs, posters, volantes, y discos duros de computadoras, supuestamente por ser pruebas vinculantes con movimientos políticos de izquierda. En el informe policial constan libros sobre el Che Guevara, la vida de Camilo Torres, y de otros personajes y procesos políticos latinoamericanos como ?evidencias subversivas?. Según el Fiscal del caso, Francisco Novoa, quien estuvo presente en el operativo y ordenó en el departamento de Miraflores que los agentes maltrataran físicamente a Guillermo y Santiago, el operativo se realizó para detener a Guillermo de ciudadanía colombiana, por presunta suplantación de identidad. A los demás compañeros, se los detuvo de manera arbitraria sin existir cargos en su contra, por motivos de investigación. Ellos fueron liberados durante el día miércoles 7 de mayo, tras rendir sus versiones en la fiscalía mientras que Guillermo sigue detenido.
Reiteramos nuestro pedido de aclarar con todo detalle el operativo policial, su autoría, así como la implicación del Fiscal Francisco Novoa cuya conducta violatoria al debido proceso y el irrespeto a los derechos humanos de los arrestados demuestra una actitud tendenciosa, por la cual pensamos que dicho Fiscal debería ser destituido.
Agradeciéndoles por su pronta y detallada respuesta, nos despedimos atentamente y con saludos solidarios,
Colectivo del Centro de Medios Independientes INDYMEDIA Ecuador
www.ecuador.indymedia.org