"Für ein globales Recht auf Migration": Demonstration in Berlin am 5.7.2008

 
Demonstration in Berlin am 5.7.08

in order to prevent recently experienced vanishing of articles of several authors on de.indy it has shown out to be better to publish this on www.indy, to have at least a safe copy for the case of uncontrolled moderation. sent to de.indy at 6.7.08 around 12h

article in german.

demonstration agains deportations and fortress europe - "for a global right for migration" - in berlin, 5.7.08

Wie weit sind die Berliner Indymedia.Aktivisten, von den es kürzilch hieß, sie hätten einst - evtl. vor Jahren - schon ein erstes Medienkollektiv gegründet, die frischen Bemühungen einer Gruppe Berliner Medienaktiven um ein funktionierendes, in das globale Netzwerk eingebundenes IMC Berlin gingen daher an den Bedürfnissen vorbei?

Wie ist - gäbe es dieses Kollektiv tatsächlich - zu erklären, daß Indymedia selbst am späten Vormittag des Folgetages zu einer am Samstag in Berlin stattgefundenen Demonstration, an der immerhin mindestens 400 Menschen teilgenommen haben, schweigt?

Um diesem - eventuell bereits vorhandenen - Medienkollektiv nun den Vorlauf zu lassen, unterblieben Nachrichten über diese Demonstration von Seiten der genannten frischen Gruppe bis zu diesem Zeitpunkt.
Das Schweigen von Indymedia beweist jedoch als Ergebnis die Notwendigkeit dieser Bemühungen.





Dem Aufruf "Für ein globales Recht auf Migration – Solidarität ohne Grenzen. Gegen Rassismus, soziale Ausgrenzung und Überwachungsstaat" des De*fence Bündnis folgten am gestrigen Samstag Hunderte mit einer Vielzahl bunter, vielfältiger Protestäußerungsformen: vom Transparent "Menschenwürde ist verletzbar", das in seiner Gestaltung dem Begriff des Transparenten neue Rezeptionsformen verlieh, über die Eskortierung der eskortierenden Einsatzbeamten durch Aktivisten der ClownsArmy, unter denen der "Kraut Manager", der "Fjutscha Cop" und Seargants "Rebel Clown Forces"-Kanone besonders in die Augen fielen, über die akkustisch schlagkräftige Begleitung durch die Rhythms-Of-Resistance-Truppe hatte der Protest eine thematisch deutliche, in der Gestaltung vielfarbig gemischte und polyforme Außenwirkung.

Anlaß der Demonstration war die Erinnerung an die nunmehr vor fünfzehn Jahren erfolgte faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl durch die sogenannte Drittstaatenregelung 1993. Redebeiträge beschäftigten sich mithin mit den Lebensbedingungen von Migranten, erinnerten an ihr durch Wahlrechtentzug erzwungenes Schweigen und die randständige Position im politischen Diskurs, benannten die Gefahren, die gerade für Einwanderer der Verlust einer Einkommensquelle rechtlich bedeutet und protestierten gegen das Abschiebelager ("Ausreiselager") in der Berliner Motardstraße.

Unter den Unterzeichnern des Aufrufs finden sich Gruppierungen, Vereine und Einzelpersonen, angefangen bei lokalen Berliner Antifa-Gruppen, die LINKE.SDS über Linke-MdB´s, den Verein CLOF e.V, die Initiative gegen das Chipkartensystem, LabourNet, solid, den Bund der Antifaschisten, den Migrationsausschuß der IG Metall Berlin bis zum Wagenplatz Schwarzer Kanal und die Wir Bleiben Alle - Kampagne.










Nachwort:

Die einzige auffindbare dem Netz bekannte Information zu einem IMC Berlin Plenum entstammt dem Jahr 2001. Es handelt sich um die Onlinekopie einer über die indy-germany-liste geschickten Sendung vom 22.3.

Die genannte frische Gruppe hatte am 1. Juli einen Antrag um die Einrichtung einer IMC-Berlin-Indymedia-Liste gestellt. Es gab in der Folge Diskussionen hierzu auf einer Wikiseite, im Verlauf deren es zu eigentümlichen Auswüchsen von Verdrehungen kam, Ergebnis von mangelnder Recherche und eventuell des Versuchs der Behinderung dieses Antrags, von welcher Seite diese Behinderung auch gekommen sein mag.
Bis heute wartet diese Gruppe, deren Vorstellung es ist, durch die einzurichtende IMC-Berlin-Liste Berliner Medienaktiven eine Möglichkeit zu geben, sich zu einem weiter wachsenden zuverlässigen Kollektiv zusammenzufinden und nächste Schritte auf dem Weg zu einer lokalen Plattform berlin.indymedia.org zu beschreiten, auf Antwort von listwork, einer für diese Anträge zuständigen indymedia-Liste.

Da die Information über diese Bemühungen gegen kein Moderationskriterium verstößt und mit einer Tilgung auch der Beitrag zur Demonstration - der doch Vorrang haben sollte - schwinden würde, hofft der Autor dieser Zeilen auf ihrem Verbleib im sichtbaren und lesbaren Teil der de.Indymedia-Plattform.

Da viele Fotografen vor Ort gesehen wurden, ist mit dem Upload einiger zu Fotos verlinkender Ergänzungen nach Erscheinen des Beitrags zu rechnen.



kontakt zur gruppe, die an einem zuverlässigen IMC Berlin arbeitet über:

 imc-berlin@gmx.net

Ergänze diesen Artikel

korrektur zur teilnehmerzahl

no name 06.Jul.2008 11:12

bei der Angabe der Teilnehmerzahl ist es zu einem Tippfehler gekommen. Bei der gestrigen Demonstration haben schätzungsweise 4000 Menschen teilgenommen.

korrektur / correction (number of demonstrants)

somebody 06.Jul.2008 11:56

bei der Eingabe der Teilnehmerzahl ist ein Fehler unterlaufen, es fehlte eine 0. Nicht 400, sondern schätzungsweise etwa 4000 Menschen haben an der Demonstration teilgenommen. Die Polizei nennt 2.500 Teilnehmer.



A mistake occured in the article, a zero is missing: around 4000 people took part in a demonstration against racism and for a global right for migration at July 5th, 2008. The article you have seen above has shown up at de.indy at July 6th around 12 and has been deleted by unknown de.indymedia-moderator around 13:30. see:  http://de.indymedia.org/2008/07/221384.shtml

der Aufruf der Organisatoren der Demonstration ist zu finden auf  http://www.recht-auf-migration.de.vu/
webpage of the organziers of this demonstration:  http://www.recht-auf-migration.de.vu/

pictures

link sender 06.Jul.2008 12:07

you can find pictures of this demonstration on
 http://www.23hq.com/artalk2/album/3254447

Photos

morus.tk 08.Jul.2008 17:35

phots @ www.morus.tk

 http://users.blacksec.org/~theoschneider/defence-demo.htm