La Otra Campaña - Die andere Kampagne
Wolfram Metzig
02 Jan 2006 23:00 GMT
Zocalo - San Cristobal de Las Casas, 1.1.06
Plaza de la Catedral, San Cristobal de las Casas, 1.1.06
El Sub Marcos nach Ankunft in San Cristobal de las Casas, 1.1.06
1. Januar, SAn Cristobal de Las CAsas. Auftakt zur "Otra Campaña" der Zapatistarebellen von Chiapas.
Am 1.1.2006 startete am Abend die "Otra Campaña" - Die andere Kampagne, der Marsch der Zapatistas. Diese Kampagne, die bereits vor 6 Monaten angekuendigt wurde ist die friedliche Fortsetzung der zapatistischen Revolution vor genau 12 Jahren. Damals wurden San Cristobal. Ocosingo und weiter Gebiete in Chiapas, Mexico, von der EZLN (Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung) eingenommen.
Wie 1994 heisst es wieder "Ya Basta", es ist genug. Genug der Ausbeutung, Unterdrueckung und Marginalisierung der indigenen Bevoelkerung. Genug der Ausbeutung und der Privatisierung durch Staat und multinationale Konzerne. Der Zapatismus und die "Otra Campaña" verstehen sich zwar grundsaetzlich auch weiterhin als eine Resistenzbewegung der indigenen Bevoelkerung. Jedoch ist sie gleichzeitig ein Protest gegen die Globalisierung und den Neoliberalismus, sowie Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art. Die "Otra Campaña" ist eine Bewegung von links unten fuer die Menschen im unteren Glied der Kette.
Subcomandante Marcos, sowie die gesamte Fuehrungsriege der Zapatistas, werden von nun an 6 Monate durch Mexiko reisen und mit den Menschen und sozialen Organisationen vor Ort an einer besseren Zukunft arbeiten. Nach Beendigung der Reise durch Mexiko wird der Weg nach Europa und in viele Laender dieser Welt, fuehren.
Gestern fanden sich tausende in San Cristobal de Las Casas ein, um den Worten der EZLN-Kommandatur zuzuhoeren und friedlich zu protestieren. Den Touristen vor Ort bot sich ein eindruckvolles Schauspiel. Der Platz vor der Katedrale, sowie die Strassen waren ueberfuellt. Viele Anwesende hatten sich mit ihren "Pasa Montañas", den schwarzen Wollmuetzen mit Sehschlitz, vermummt.
Alles blieb friedlich. Die Regierung hat versprochen "El Sub" gewaehren zu lassen. Ein Restrisiko fuer ihn und seine Mannschaft bleibt jedoch bestehen.
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