GLOBAL: Widerstand gegen Goldabbau

Protest und Streik vor Barrick Golds 3. Quartalstreffen

 
Während sich die Barrick Aktionäre trafen, um über den Gewinn des dritten Quartals zu sprechen, gingen über 1.000 Chilenen auf die Straße, um gegen das millionenschwere Pascua Lama Minenprojekt zu protestieren. Zur gleichen Zeit streikten in Tansania Tausende Minenarbeiter für bessere Gehälter, Gesundheitsversorgung und Arbeitsbedingungen in der umstrittenen Bulyanhulu Mine.

In Chile bilden unter anderem die indigene Gruppe Diaguita Huascoaltinos und lokale Politiker die Minen-Opposition. Sie befürchten, dass die Mine das empfindliche Ökosystem des Gebietes stören wird - bereits ein UNESCO Biosphärenreservat - welches das landwirtschaftlich starke Huasco Tal mit Wasser versorgt. Trotz Zusicherungen Seitens der Firma ist die Schürfung durch Barrick am 56 - 70 %igen Rückgang der Gletscher in der Nähe der Anlagen verantwortlich.

In Tansania entließ Barrick jeden Arbeiter der sich für den Streik für bessere Bezahlungu und Arbeitsbedingungen engagierte. Lest mehr>>

Ältere Berichte: 2. August: Barrick versteckt Opposition vor Aktionären | 24. April: Anti-Goldabbau Konflikte breiten sich über Gesamtamerika aus | 7. April: Die Besetzung von Barrick in Australien | 27. Februar: Bergbau in Papua New Guinea | 2001: Barrick Sues Greg Palast

Spanisch En Santiago de Chile y en Tanzania: Protestas y huelga preceden a reunión de Barrick Gold Marcha contra la precarización de la vida en Argentina | Sentencia a Barrick Gold en Juicio popular en Chilecito La Rioja Argentina | Repudio ciudadano en III Reunión Bi-Nacional de Ecología | Observatorio Latinoamericano de Conflictos Ambientales

Verwandte Links: protestbarrick.net | minesandcommunities.org (Mehrsprachig) | corpwatch.org | Latin American Observatory of Mining Conflicts | noalamina.org (Argentinien) | noalapascualama.org (Chile) | Save Lake Cowal campaign

Auf der einen Seite der Welt, in Chile, gingen Tausende Menschen kostümiert, musizierend und tanzend auf die Straßen, um gegen das geplante Pascua Lama Gold-Projekt zu demonstrieren. Dabei handelt es sich um ein milliardenschweres Projekt, mit dem Barrick seit den späten 90er Jahren prahlt. Dieses Projekt bedroht das fruchtbare Huasco Tal. Zur gleichen Zeit verweigerten ungefähr genauso viele Streikende in der Barrick Bulyanhulu Mine in Tansania die Arbeit und das weil die Verhandlungen um Gehälter, Arbeitsbedingungen, medizinische Versorgung und andere Streitthemen vom Barrick-Management abgebrochen wurden. Innerhalb vier Tagen entließ Barrick jeden streikenden Arbeiter.

Während sich Barrick in der Öffentlich darstellt, als hätte die Firma keine politischen Kontroversen, hat der neueste organisierte Widerstand eine Welle anhaltender Kämpfe, Unzufriedenheit und Wut auf den Minengiganten losgetreten.

Als die Pascua Lama Opposition noch politischer Mainstream war

Für Menschen außerhalb Chiles mag es einfach sein, die Anti-Goldabbau Stimmung zu vergessen, die an den Umweltschutz plädierte, wie es sich sowohl Präsidentin Bachelet und ihr ehemaliger Gegner Sebastián Piñera in den letztjährigen Wahlen auf die Fahnen schrieben. Beide versprachen der Wählerschaft, dass die Gletscher – die inmitten eines UNESCO Biosphärenreservat liegen – nicht angetastet werden würden.

Und in einem Ruck, von dem die Minen-Gegner glauben, er sei von Anfang an geplant gewesen, kam Barrick von ihrem ersten Vorschlag ab, von den Gletschern abzurücken und das Projekt wurde mit Bedingungen genehmigt, die eigentlich dazu gedacht waren die Unversehrtheit des empfindlichen Ökosystems der Gegend zu wahren.

Die Minengegner, darunter auch die indigene Gruppe Diaguita Huascoaltinos und Alto del Carmen Ratsmitglied Luís Faura Cortes, ließen sich nicht davon abschrecken, was sie in Form von Zugeständnissen auf Papier und politischer Aktionen mitbekommen haben. Mehr noch, Barricks Abbauaktivitäten sollen an dem 56 - 70 %igen Rückgang der Gletscher in der Nähe der Mine verantwortlich sein, was sich mit den Versprechungen in ihren Assessment-Berichten widerspricht.

Der Protest letztes Wochenende war der jüngste einer Reihe von Demonstrationen gegen das Minenprojekt und bedeutet uns, dass der Widerstand noch existiert und dass sich die Bevölkerung Chiles von den politischen Manövern Barricks nicht täuschen lassen.

Die Opposition zu entlassen wird das Feuer nur anschüren

In Tansania wurden in den letzten zehn Jahren rund 30.000 - 400.000 Bergmänner aus der Buyanhulu Mine entlassen, um dem großwirtschaftlichen Minenbetrieb Platz zu schaffen. Doch mit der Entscheidung die Tausenden streikenden Bergleute zu entlassen wird zweifellos die alte Wut wieder aufleben lassen. Der Deal, den Bergleuten die Lizenz zu entziehen wurde vom Vorstand von Sutton Resource, James Sinclair, eingefädelt, der ein Freund des Präsidenten Tansanias und einiger Minister war.

Die Anschuldigung von Vetternwirtschaft haben den Betrieb der Bulyanhulu Mine seit dem sehr geplagt. Letztes Jahr sollen Steuern in Millionenhöhe hinterzogen worden sein. Darüber hinaus wurde die Regierung Tansanias kritisiert, mit Barrick voreilig einen Minen-Vertrag unterschrieben und 15 % des Anteils der Bulyanhulu Mine für wenig Geld verkauft zu haben.

Hinter der politischen Fassade muss Barrick sich darum bemühen, die wachsende Unzufriedenheit zu besänftigen. Mehr Informationen über den Widerstand gegen Barrick Gold in Nevada, Chile, Argentinien, Tansania, Australien, and Peru gibt's hier: protestbarrick.net.


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