Das Schwulsein - Trilogie bzw. Dreigroschen-Seifenoper
Dr. A. Poleev
01 Apr 2008 07:44 GMT
Dr. A. Poleev über Wichsvorlagen, Kommunikation auf der Ebene der Insekten und das Schwulsein als Dekadenz.
I. Das Schwulsein.
19.8.2003 16:18
marc_antony6@hotmail.com
Lug' und Betrug 2.x
MÜNCHEN / Umgebung - Geht es dir genauso, dass du dich hier über soviel Heuchelei und Unwahrheit
ärgerst? Egal, ob nun die Suchen oder die miesen Antworten (wenn gar ein zweites Mal). Alle diese
Anzeigen handeln von äußerst coolen Typen - klar, heterolook - fast mit Modelmaßen, groß und stattlich
gebaut (mit 1.65 m ?), jung (wenn nicht sogar um "Jahrzehnte" jünger) aussehend trotz der ca. 10
Jahre über dem eigentlichen Alter, szenefremd mit dem Touch "Boy next door". BBB ein Horrorszenario,
Bildung erwünscht (der junge Knackarsch mit großem Schw... neben sich im Bett sollte schließlich keine
Comics sondern nur Sachbücher lesen) und vielseitig interessiert mit unzähligen Hobbies (arbeitest du
auch?). Wie soll da jemand wie ich eine Chance haben, der es ehrlich mit seinen Aussagen meint?
Wenn ich einfach nur schreibe: sympathisch, 42 Jahre alt bei einer Größe von 1.76 m, seit Jahren das
gleiche Gewicht von 62 kg, romantisch, verschmust, aber auch leidenschaftlich, nicht an ONS
interessiert, wirklich ausserhalb der Szene. Wenn du einen solchen Freund suchst, dann melde dich
bitte mit mehr als nur einer Zeile zu deinen stats und mit einem vernünftigen pic. Antwort und Bild
garantiert.
Lieber marc_antony6,
habe deinen Seelenschrei vom 19. August 2003 bei Homo.net gelesen und empfehle dir dringenst,
eine Beschwerde bei dem Verkehrsministerium einzureichen. Ob du an Manfred Stolpe schreibst oder
jemand Anderen macht keinen Unterschied: es wird überall verkehrt. Auch in der Kirche mit
jahrhundertlangen Traditionen der Verführung und Päderastie. Da es in der heutigen verkehrten
Spaßgesellschaft (nicht) nur um Sex, Drugs und Pop - begleitet von Betrug, massiven
Menschenrechtsverletzungen (vor allem in Deutschland), recycelter Ausnutzung, selbstlügnerischer
Unterwerfung etc. - geht, kann dir vielleicht der deutsche Staat helfen. Der beschäftigt sich momentan
unnachgiebig damit, kleinhirnige Reformpläne in sadomasochistische Praktiken umzusetzen.
In dieser recht(s) menschenfeindlichen Umgebung ist die beste Lösung, zu Hause abzuwichsen, statt
weiterhin trotzig nach HIV und Enttäuschung zu suchen. Es wäre auch empfehlenswert, wie viele das
auch machen, sich in schwulen Kneipen nach pornografischen Selbstdarsteller umzuschauen, um diese
frische Wichsvorlagen als mentale Reizobjekt effektiv zu Hause zu verwerten.
Die körperliche Nähe ist doch viel einfacher in wie Schweineställe überfüllten Schwulendiscos zu finden,
als stattdessen mit viel Aufwand um jemandem Sorgen zu tragen, die Beziehung aufzubauen,
jemandem nicht nur als Wichskumpel sondern als Mensch wahrzunehmen. Menschliche Wärme wird
durch Anreiz der Körperwärme ersetzt. Smalltalk als die Prüfmethode um die Bereitschaft zu schnellem
Sex festzustellen ist doch viel produktiver als die eigene Seele auszuschütteln und die gegnerische
Seite anhören zu müssen. Kommunikation auf der Ebene der Insekten, um danach die orgiale Schlacht
zu vollenden und sich gegenseitig mit Sperma zu bespritzen! Für Einige ist das höchste Ziel, die
Anderen immer wieder auszunutzen und als verbrauchtes Gut wegzuwerfen; für die Andren macht es
einfach Spaß, ausgenutzt und weggeworfen zu werden! Die Ausgrenzung von Zeitgenossen, die von
allen Standarten des Schwulseins und der körperlichen Dimensionen abweichen, sowie den Beauty
Wahn ablehnen, wird zur Fortsetzung der gewohnten Rollenspielchen und gesellschaftlicher
Diskriminierung.
Wenn man sich nur anhört, wie diese schablonenmäßige Unterhaltung potenzieller Opfer und Täter
abläuft, um präventiv eigene Positionen im möglichen orgialen Rollenspiel festzulegen! Andere, die ihre
Zeit scheinbar totschlagen wollen, kommen aus ihren Schwulenlöcher von der Sucht getrieben, das
Publikum nach neuen unverbrauchten Gesichtern zu durchsuchen. Sie reden etwas lauter, damit nicht
nur in unmittelbarer Nähe sitzende Kneipengenossen sondern auch weit entfernte Gruppen und
Personen ihre unsinnigen Gespräche hören können. Das ganze dient nur einem Zweck: die
Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und eigene Chancen auf dem von "Arbeitslosen" dominierten Markt
der Eitelkeit zu erhöhen. Man stellt sich immer wieder die Frage: "Zu mir oder zu ihn?", nicht aber "Wer
ist dieser Man?", der sich mit bizarren Klamotten ankleidet und mit stinkstarken Duften die Umgebung
betäubt.
Wie man aussieht und die obligatorischen Informationen über die Größe verschiedener Körperteile ist
viel wichtiger, als was man im Kopf hat. Wozu sind alle diese nutzlosen Annäherungsversuche durch
überflüssigen Intellektualismus? Es muss schnell zur Sache kommen, und genauso schnell wird
auseinander gegangen. Man vermeidet danach den Blickkontakt, um nicht in Versuchung zu kommen,
noch einmal schon erlebte Alpträume der unerfüllten Wünsche zu erleben!
Die Alten, die sich auch in eigenen Augen ausgedient haben, vereinigen sich in Rudeln, um nach
jüngerem Fleisch zu suchen und ihre immer noch potenten Genitalien anzuwenden, statt ihre
Lebensweisheiten mitzuteilen. Sie sind doch nichts Wert für junge Idioten, die in Not geraten sind und
etwas Hilfe brauchen, aber kein Sex. Man wünscht die Vater-Sohn-Beziehung, um zu dominieren und
zu unterwerfen. Die Übergewichtigen entdecken die neue Schlankkur durch häufiges onanieren und
versuchen zu diesem Zweck einen Zweiten oder Dritten anzuwerben. Schwule Ärzte praktizieren Doktor
Spiele nicht nur in Praxen, sondern auch auf den Klappen. Schwule Politiker paaren sich in der
Öffentlichkeit für das Wohl der Bürger. Schwulen-Medien propagieren die Kauffreiheit und Status
Symbole, statt auf die Komplikationen der zwischenmenschlichen Beziehungen einzugehen. Offene
Schwulenbeziehungen lassen ausreichend Freiheit für die Seitensprünge. Man überspringt die AIDSLeichen
wie in einem Kinderspiel. Hauptsache ist, gesund und fit zu bleiben, und genügend
Taschengeld für Kneipenbesuche zu haben!
Bald ist das Oktoberfest in Bayern, diese degenerierte kleinbürgerliche Bierkonsumorgie. Es zieht viele
mittellose Ausländer in der Hoffnung an, von der dekadenten, in Überflüss lebenden Deutschen etwas
abzubekommen. Sie müssen sich damit abfinden, als Fickfleisch von deutschen Bullen ausgenutzt zu
werden! Die Paarungsdrang wird durch Schwulen-Ehen und eingetragene Partnerschaften begünstigt
und ausländische Säue mit deutschen Gesetzen versklavt und zu gesetzlich geregelter Prostitution
gezwungen!
Man sitzt da und denk darüber, ob das Schwulsein nur andere Art der Dekadenz und entartete
Lebensart bedeutet, die sich als soziale Marktwirtschaft durchgesetzt hat.
20.08.2003
II. The munich gay-life (Das Schwulsein in München).
BAU. Ground zero. Das irrationale Interieur und dekadentes Publikum stellen die Gesellschaft und die
Gegenwart in Frage. Kleine abstößige Toilette. Dennoch, ausgezeichnet durch erträgliche Musik.
Gelegentlich kann man interessante Männer treffen, die sich hinein verirren.
STUD. Neue Chancen für HIV. Die beste Umgebung für Aktiv- und Passivraucher. Für alle Anderen
besteht Erstickungsgefahr. Man kann hier klaustrophobisch und psychotisch werden, wenn man nicht
aufpasst. Wegen allzulauter Technorhythmen ist es ideal für Sprachgestörte.
OLD MS HENDERSON. Bekannt für national-patriotische Schlagermusik und zur Schau gestellte
Perversion (Travestie-Shows jeden Montag). Das WC mit überdimensionalem Wandspiegel und
rosafarbenen Kacheln ist gut geeignet für Masturbation.
NEW YORK. Spaß in underground. Hat sich jemand die Schwulen-Disco so vorgestellt? Wann hat der
BoomRoom aufgehört zu existieren?
MAX&MILIAN. Pornographische Bilder, Texte, Musik und Gesichter.
DEUTSCHE EICHE. Genauso deutsch und eichig sind die Besucher.
SUB. Auf der 1. Ebene wird bis zum Tode gequatscht, auf der 2. Ebene wird mit psychotherapeutischen
Sprechstunden reanimiert.
SPEXTER. Ein reiches Angebot an Folterungsinstrumenten könnte jeden Anspruchvollen SS-Offizer
befriedigen.
VILLANIS. Das Eis ist schlecht. Wäre nicht besser, beim Italiener einzukaufen?
IVAN. Der Gefängnishof. Wenn kalt wird, kann man sich auch im Inneren langweilen.
QUEER mit Christoph Süss (BR). Die Sebstbefriedigung vor laufender Kamera. Gequälter Humor
animiert zum Schlafen.
OCHSENGARTEN. War niemals da und hab kein Bock, da rein zu gehen.
NIL. Draußen ist besser als drinnen.
TADDY BAR. Gegenüber von NIL.
BERLITZ SPRACHEN. Kümmert sich jemand um türkische Gays, die weder Deutsch noch Englisch
sprechen können?
PHÖNIX FLUGBESTATTUNG. Auschwitz der Extraklasse.
KARE. Manche Entscheidungen sollten Sie lieber nicht mit dem Kopf treffen. Sofas mit KARE
(hauseigene Werbung).
REGENBOGEN APOTHEKE. Teuflische pharmazeutische Erzeugnisse.
OUR MUNICH. Aufgewacht. Die Texte von Florian Mildenberger und Michael Schmucker sollte man vor
dem Bayerischen Parlament vorlesen.
SOUL CITY. Was bedeutet das Wasserrad-Schiff? Titanic wäre angemessener abzubilden.
KLEINANZEIGEN. Hilferufe.
BOEHRINGER INGELHEIM. Die Heilungsträume zu kaufen.
MICROKLIST. Das Mittel zur Abtreibung des Bewustseins. In 5 bis 20 Minuten ist das Gehirn weg.
ALLIANZ. Geldausgeben für nichts.
OKTOBERFEST. Trinken und urinieren. Gelegentlich ficken.
KUNST(B)HANDLUNG. Schocktherapie mit Kunst. Dennoch, bemerkenswert und mutig.
ISARHECHTE. Die einzige Hoffnung vor dem Untergang.
http://www.gaymunich.de
http://www.ourmunich.de
III. Der Dialog.
Alex:
Dein ist mein ganzes Herz, wo du nicht bist, kann ich nicht sein...
Tom und Ben:
Hallo - ist Dein Herz auch für Zwei gross genug ??
- wir sind Tom und Ben aus München-Ost.
Wir passen zwar nicht ganz in Dein von Dir angegebenes Profil (?), aber
vielleicht interessiert Dich unsere Mail doch:
Wir sind seit Jahren ein Paar und haben folgende Stats – 39/183/104,
das „Bärli“ und 33/178/65, der muskulöse Skatertyp.
Wir wären eigentlich richtige Normalos, hätten wir nicht den Anspruch nie
langweilig werden zu wollen. Seit einiger Zeit machen wir den Sex zu Dritt.
Wir sind vom zärtlichen ausdauernden Kuscheln bis hin zum heftigen Fick zu
begeistern. Wichtig ist uns, dass das was passiert alle wollen – erst dann
gehen wir ganz aus uns heraus. Die Hauptrolle spielst Du, denn wir beiden
haben hatten ja schon längere Zeit Gelegenheit uns kennenzulernen. ;-))
Unsere Vorlieben:
Tom - mag AV a/(p), OV a/p, schmusen, lecken, wenns passt "fährt
er voll ab" >>der Geniesser>der Macher
schnell gealtert, wowh !!!
was bleibt übrig, wenn mann einen ganzen Berg-Ko(h)l vertilgt ?
ein riesen langer
f u u u u u u u u u u u u u u u u r z .
und sowas aufgeblähtes wollte uns das wasser
reichen, tststststs
fare well
alex !
Tom und Ben:
ooooooooh, du wirst doch nicht, nachdem du dich gerade eben "geistig"
verweigerst hast, jetzt auch noch den schwanz
einziehen - also, das wäre jetzt eine
echte ENTTÄUSCHUNG !!!
:-(
Tom und Ben:
hallo - keine lust mehr ???
Alex:
Liebe Tom und Ben,
der Grund, warum ich nicht geantwortet habe ist
einfach: ich sitze nicht die ganze Zeit vor Computer.
Für 4 eifrige e-mails mochte ich mich trotzen bedanken, und bitte zuerst mir eure pics zu schicken.
Vielleicht seid ihr nicht so schlecht wie ihr euch unbedingt darstellen wollt :o).
Ich möchte mich im Voraus bei euch bedanken für die Fortsetzung unseres Dialoges.
Grüße,
Alex.
Tom und Ben:
OHH, totgesagte leben länger ??
Sind uns noch nicht sicher, ob wir dieses Spiel weiterspielen möchten,
aber
wenn, dann unter zwei klaren Bedingungen:
1.- DU schickst uns Dein Pic und
2.- DU beschreibst Dich
hast ja jetzt genug von uns gehört und nachhaltiger als Du scheinen wir
auch
an einer Sache zu bleiben, mit der wir nun einmal angefangen
haben.......
cu?
(Ende des Dialoges).
e-mail:: andrejpoleev@yahoo.com
homepage:: http://www.enzymes.de
Journal Enzymes ISSN 1867-3317
Dr. A. Poleev 09.Mar.2009 12:30
Journal Enzymes has changed its address. New address is www.enzymes.at