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Großbritannien - Tausende beteiligen sich an direkten Aktionen gegen Klimawandel
Britisches KlimaCamp belagert Kraftwerklola 13 Sep 2008 10:04 GMT (translated by lola)
Die erste Aktion des Camps vom Sonntag 27. Juli bis 3. August war, dass die 'Klimakarawane von Heathrow nach Kingsnorth' zu Fuß oder auf Rädern ihren Weg durch London zum Klima Aktionscamp 2008 in der Nähe des Kingsnorth Kraftwerks in Kent antrat. [Bilder] Die 65 km lange Route folgte größtenteils der Themse Richtung Süden, begann nach einer Klimakonferenz am Samstag den 26. Juli in Harlington, am Flughafen Heathrow. [Bilder 1 | 2] Die Karawane wurde entlang der Route von lokalen Gemeinschaften begleitet, die die Teilnehmer mit Essen und Unterkunft versorgten. Jeden Abend fanden etliche Veranstaltungen statt, um im Vorfeld des Camps die Bevölkerung zu erreichen und Erfahrungen mit den Anwohnern auszutauschen und mit einheimischen Gruppen direkte Aktionen gegen die Gründe des Klimawandels zu unternehmen, die auch ihre Gemeinden betrifft. Der Karawane, die von Bicycology einem Radfahrer-Kollektiv und den Notts Veggies unterstützt wurde, trat eine Gruppe aus Bristol bei, während andere Karawanen sich aus Schottland und Nottingham auch auf den Weg nach Kingsnorth machten. Auch ein kleines Friedensboot segelte dort hin, um sich bei den KlimaCamp Aktivisten einzureihen, bevor sie nach Westminster fuhren. Berichte (en): 29.07.08 Climate camp caravan - film stop | Climate & Capitalism, Climate Caravan Visits The City [Press Release] | News from the Climate Caravan | Caravan tour of Liverpool St | Climate Camp Caravan at Oxleas Wood 31-7-08 | No New Coal March - Rochester | Caravan and March to Climate Camp 3-8-08 [Video] Mittwoch, 30. Juli: Das Gelände für das diesjährige Klima Aktionscamp nur einige Kilometer vom Kingsnorth Kohlekraftwerk entfernt, wurde erfolgreich besetzt. Eilig begannen die 100 Campteilnehmer um 15 Uhr mit dem Aufbau des Camps. Es wurden Dreibeine aufgestellt, um eine mögliche Räumung durch die Polizei zu verhindern. Außerdem wurde ein Banner mit den Worten "Keine neue Kohle" aufgehängt. Bericht und Bilder | Gallerie 1, 2 | Video: Das Camp ist eröffnet Donnerstag, 31. Juli: Unter dem Vorwand, Gegenstände zu finden, die für gewalttätige Sachbeschädigung verwendet werden könnten, durchsuchte die Polizei das KlimaCamp, was von vielen kritisiert wurde. Obwohl die Polizei behauptete, sie suche Material, welches am Aktionstag am 9. August verwendet werden könnte, richtete sich ihre Suche nach Dingen wie Abspannseile (die für die Sicherung von Zelten benutzt werden), Funkgeräte (für medizinische Notfälle) und Baumaterialien für die Einrichtung von Komposttoiletten, sowie für die Installation von Wasserleitungen. Sie gingen so weit, dass sie z.B. Gegenstände wie Fahrradflickzeug, Brettspiele und Kinderkreiden konfiszierten. Beschlagnahmt wurden außerdem: Küchengeräte und Computerkabel. Das Bauholz konnte durch direkte Aktion der Campteilnehmer von der Konfiszierung bewahrt werden. Am Ende des Tages zählte man sechs Festnahmen, aber der Aufbau wurde fortgesetzt und die Campleute fanden sogar Zeit für ein Fußballspiel mit Einheimischen. Fotos und Bericht | Presseerklärung des Camps | Bericht 2, 3 | Fußballbericht Freitag, 1. August: Der Aufbau ging rasch weiter. Die Gemeindeversammlung beauftragte das Wasser-Gremium mit der Installation der Wasserversorgung am Eingang des Camps. Dann kam auch die Presse und wurde herum geführt. Das provisorische Feld IMC wurde auf dem Klimaaktionscamp verkabelt und online gebracht. In der Zwischenzeit blockierten am Morgen 20 Aktivisten den einzigen Zugang der Europäischen Regionalzentrale der Firma Cargill in Cobham, Surrey. Acht Akrivisten ketteten sich am Tor an und sperrten somit die Anlage. Dem Agrobusines-Riesen Cargill wird vorgeworfen, Regenwald zu holzen und Land zu stehlen. Außerdem profitiert er von der Hungerkrise. Bericht | Bilder | Feature Samstag, 2. August: Die Polizei beschlagnahmt weiterhin notwendige Dinge von anreisenden Camp-Aktivisten. Das Hauptzelt konnte nicht aufgebaut werden, da die Polizei noch immer wichtige Teile hat, die sie am Donnerstag entwendet hatte. Nach Verhandlungen wurden am Abend einige Sachen zurück gegeben, darunter Material, um den Zugang behindertengerecht zu gestalten und die Toiletten aufzubauen. Das Geheimdienst-Team der Polizei versuchte auf das Campgelände zu gelangen, wurde aber von Aktivisten entschieden daran gehindert. Bericht. Andere Campteilnehmer veranstalteten währenddessen eine Demo in den High Peaks, um die Wiedereröffnung des Woodland Tunnels und die Wiederbelebung der Bahnstrecke zwischen Manchester und Sheffield zu fordern. Bericht. Neuankömmlinge am Camp wurden von der Polizei übergenau durchsucht, aber die Anzahl steigt und steigt. Montag, 4. August: Die Polizei hielt es für notwendig, das Camp erneut zu stürmen. Diesmal mit Prügel-Cops. Den Campteilnehmern gelang es allerdings, die Beamten friedlich vom Gelände zu entfernen. Um 5 Uhr morgens stellte sich die Polizei vor beiden Eingängen auf. Sie zerschlugen die Scheiben von Autos und schleppten mindestens eines ab. Diese Pattsituation dauerte einige Stunden an. Es gab einige Festnahmen und Campsanitäter, die zum hinteren Eingang gerannt waren, erzählten, dass Pfefferspray eingesetzt worden war. Die gerufene Ambulanz hatte Schwierigkeiten, zum Camp durch zu kommen. Die Polizei blockierte sie und zog um ca. 8:30 von beiden Eingängen ab. Den ganzen Morgen standen aber weiterhin etliche Einsatzwägen am hinteren Eingang. Prügel-Cops (TSG), von denen einige keine Identifikationsmarken trugen und vermummt waren, formierten sich vor einer Sitzblockade von 200 Leuten. Es herrschte aber eine positive Stimmung, die Camp-Leute hatten ihr Frühstück, tranken Tee und sangen. Berichte: [1] [2] | Fotos: [1] | Video: [1] Um 14:30 Uhr gelang es der Polizei allerdings, auf das Campgelände zu gelangen. Die Beamten erzwangen sich ihren Weg durch die zwei Eingänge und behaupteten, sie wollten "das Camp bewachen". Die Aktivisten drangen die Polizei mit einer gebildeten Kette und erhobenen Händen zurück, bis die Beamten sich gezwungen sahen, sich zurück zu ziehen. Später wurde bekannt, dass die Polizei einen Teil des Zauns vom benachbarten Feld demontiert hatte und so aufs Gelände kam. Ein Polizeihubschrauber kreiste dauernd über dem Camp und die Camper kletterten auf die Dreibeine. Die Leute ließen sich vom aggressiven Verhalten der Polizei nicht provozieren, was den Aktivisten zugute kam. Es kamen weiterhin Teilnehmer an und auch die Workshops fanden planmäßig statt. Schikanen, Terrortaktik, Diebstahl, Lügen und Propaganda, exzessive Gewalt: die gnadenlose Einschüchterungskampagne durch die Polizei, die am diesjährigen Klima Aktionscamp mit einer Razzia und der Beschlagnahmung von wichtigem Material begann, ging mit der vorsätzlichen flächendeckenden Polizeikontrollen, nächtlichem Terror des Campgeländes, der Beschlagnahmung von Fahrrädern, der Blockade von Lebensmittellieferungen und der Verfolgung von Journalisten und Beobachtern weiter. Mittwoch, 6. August: Am frühen Morgen versuchte die Polizei mit einem tieffliegenden Hubschrauber und dem Durchbruch des Eingangs mit schreienden Sirenen und Prügel-Cops das Camp das Camp zu terrorisieren. Am Abend knackte die Polizei die Schlösser von Fahrrädern und klauten sie, nachdem sie den Leuten befahlen, ihre Räder auf dem Parkplatz abzustellen. Von Anfang an ging die Polizei mit exzessiver Gewalt gegen die Klima-Camper, auch gegen Frauen, Kinder und Rechtsbeobachter vor Fotos. Siehe auch den Beitrag über Polizeiterror. Während Berichterstatter und Fotografen ausgesperrt wurden war auch die Feld-Presse für einige Stunden der Einschüchterung durch laute niedrig-fliegende Hubschrauber ausgesetzt. Am nächsten Tag wurden Lastwagen, die Lebensmittel lieferten einen Kilometer vom Campgelände entfernt gestoppt. Die Camp-Teilnehmer versammelten sich rasch, um das Gelände gegen den Einfall der Polizei zu verteidigen und sich der intensiven Kontrolle zu widersetzen. Bilder & Audio mit vielen Kommentaren über die wiederholten Versuche der Polizei, das Camp zu begehen, durch die 'eine neue Generation von Aktivisten radikalisiert wird'. Fotos vom 'Durchbruch' am Mittwoch gibt's hier. Der Polizei wurde am Donnerstag das Recht ausgesprochen, intensive Durchsuchungen durchzuführen. Seit Donnerstag kann sie alle ohne ersichtlichen Grund durchsuchen. Die geplante politische Kontrolle ist im Police and Criminal Evidence (PACE) Act, Sektion A als unrecht bekannt. Diese Durchsuchungen können nicht auf 'Verallgemeinerungen oder stereotypen Bildern' begründet werden. Das Rechts-Team des Klima Aktionscamps schrieb der Polizei über die Legalität von Machausübung bei Durchsuchungen. Als ob die Verfolgungs- und Einschüchterungtaktiken nicht genug wären griff die Polizei auch noch zu Desinformationsmethoden über die großen Medien. Darin war von einem Ausbruch von Durchfall im Camp und der Ausgrabung eines 'geheimen Waffenlagers' die Rede. Rechtsinfos für Klima-Camper | Liste von Festnahmen | Fitwatch pictures Donnerstag, 7. August: Trotz übereifriger Aufmerksamkeit der Polizei fanden am 6. Tag des Camps überall im Südosten Aktionen statt. Klimaaktivisten legten das Vopak Treibstofflager in Thurrock, dem größten Biospritanbieter in Südengland, lahm. Aktivisten entrollten in der Haupthalle des Gatwick Flughafens und der Bahnstation Transparente, während sich andere an den Geländern fest ketteten. In London veranstalteten 15 Studenten vor der Zentrale der Royal Bank of Scotland ein Die-In in einem Ölbecken. Die Nachbildung Eons kohlebetriebenem Kraftwerks im Legoland Park in Windsor wurde von 2,5 cm großen Klimaaktivisten besetzt. Klimaaktivisten aus der ganzen Welt legten das Vopak Treibstofflager in Thurrock lahm, das dem größten Biospritanbieter Südenglands gehört. Die Polizei zerrte Menschen aus einer Menschenkette gewaltsam von der Straße. Es gab leicht Verletzte und Menschen, die vor Schmerzen schrieen. Außer der Leute, die sich entlang der Straße fest ketteten, gab es Menschen, die sich an der Treppe des Lagers fest ketteten. Ähnliche Berichte (en): Climate Activists Shut Down South's Biggest Biofuel Base | Pics from Today's Vopak Agrofuel Action | Biofuels Action Explained - Audio from Vopak Blockade 15 tote Körper lagen vor dem Eingang der RBS Zentrale in London in der Liverpool Street in einem Ölbad. Studenten veranstalteten eine Die-In Blockade, um auf die verheerenden Folgen des Klimawandels hinzuweisen. Die Demonstranten forderten die RBS auf, die Investition in destruktive Projekte mit fossilen Brennstoffen, die auf eine Klimakatastrophe zu steuern, zu stoppen. Diese Aktion war Teil des Klima-Camps und wird vom Studierenden-Aktionsnetzwerk PANDA koordiniert. Ein heute veröffentlichter Bericht von der Koalition umweltfreundlicher NGOs deckt auf, dass die RBS in den letzten zwei Jahren Darlehen im Wert von rund 20 Milliarden Dollar für kohleverarbeitende Firmen bereit stellte - auch an E.ON. Der Leiter der Climate Change Campaigns at People & Planet, Bronwen Thomas sagte: “Tausende von Klimaaktivisten versammeln sich gerade auf dem Klima-Camp in Kingsnorth, um gegen die Pläne E.ons zu protestieren, seit 33 Jahren das erste kohlebetriebene Kraftwerk zu bauen. Kohle ist der schmutzigste Treibstoff, den es gibt. Die Eröffnung eines kohlebetriebenen Kraftwerks ist Wahnsinn - Wir sollten den Klimawandel stoppen und ihn nicht noch schlimmer machen”. Ähnliche Berichte (en): Another climate camp action - Students Killed at Royal Bank of Scotland's HQ | audio about the action (mp3) | Photos of Climate Action at Royal Bank Of Scotland HQ, London Am Flughafen Gatwick entrollten Aktivisten ein Transparent in den Haupthallen des Flughafens und des Bahnhofs. Das im Flughafen sagte: "Stoppt Kurzstreckenflüge". Zwei Aktivisten ketteten sich mit Handschellen ans Geländer, während andere mit "Kann ich's aufhalten" T-Shirts Flugzettel an Passanten verteilten. Die Aktion dauerte 15 Minuten, es gab keine Verhaftungen. Auf dem anderen Transparent im Bahnhof stand: "Let The Train Take The Strain". Ähnliche Berichte (en): Plane Stupid leaves Camp for Climate Action for protest at Gatwick Die Nachbildung von E.ONs kohlebetriebenem Kraftwerk Kingsnorth wurde von 2,5 cm großen Klima-Aktivisten besetzt. Das Drama ereignete sich im Legoland Park in Windsor – der von E.ON gesponsert wird– wo Lego Kingsnorth ehrenhaft neben Big Ben und Canary Wharf platziert steht. Die sechs Aktivisten tauchten um ca. 11 Uhr mittags, kurz bevor das Transparent mit der Aufschrift STOPPT DEN KLIMAWANDEL am Turm entrollt wurde, auf. Die Lego-Polizei stehen verstärkt durch einen Lego-Polizeihubschrauber am Fuß des Turms in Stellung. Ähnliche Berichte (en): World's smallest campaigners scale Kingsnorth smokestack Währenddessen nutzte die Polizei die Chance, das Bodge House, einen leerstehenden Bauernhof auf dem geplanten Standort der Kohlemine, zu räumen, der im Juni besetzt wurde. Das Gebiet in der Nähe von Shipley, Derbyshire ist nun die Szenerie von aufgestellten Polizisten gewöhnt, die sich ihren Weg durch den Widerstand der Bodge House Verteidiger kämpfen, gewöhnt. Menschen verstecken sich in Tunnels und ketten sich an. Die Räumung wird wohl bis zu 2-3 Tage dauern. Um ca. 7:45 Uhr morgens kamen rund 60 Polizisten und 50 Amtmänner am besetzten Bodge House in Shipley, Derbyshire an und versuchten sich an einer Räumung. Das Haus liegt auf einem Gelände, auf dem eine Kohlemine vermutet wird. Den ganzen Tag versucht die Polizei die Barrikaden zu durchbrechen. Die Einheimischen und die Medien waren vor Ort. Bis jetzt wurden drei Personen vom Haus entkettet und festgenommen. Sieben Personen sind noch im Haus und sind hoffnungslos verbarrikadiert. Die Amtmänner stellten Sicherheitszäune auf und obwohl es ihnen gelang, einen Teil des Gebäudes zu erobern, wurden die Räumungsversuche für heute unterbrochen. Die endgültige Räumung wird in einigen Tagen erwartet. Ähnliche Berichte (en): Derbyshire Coal Mine Occupation - Eviction Happening Now | Short audio - Bodge House eviction | Eviction Of Coal Mine Protest Site (Bodge House) - pictures Das Bowl Court Socialcenter in London wurde fast zur selben Zeit geräumt. Um 7 Uhr morgens begannen 40 Amtsmänner des Hohen Gerichts das besetzte Socialcenter Bowl Court in Shoreditch zu räumen. Einer der Beamten soll gesagt haben: 'Wir sind doch nicht blöd, wir wussten, dass ihr alle auf dem KlimaCamp sein würdet'. Ähnliche Berichte (en): Bowl Court Evicted This Morning - Call Out For Help | bowl court evicted!? Samstag, 9. August: Dies war der Tag der Massenaktion, an dem "das KlimaCamp mehr tun wollte, als nur reden, was in einer spektakulären Massenaktion zur endgültigen Schließung des Kingsnorth Kraftwerks führen sollte!" Die Aktivisten hatten vor, die Anlage mit vier nach Farben sortierten "Blocks" auf dem Land-, See- und Luftweg lahm zu legen. Der Blaue Block (oder Great Rebel Raft Regatta) versuchte auf dem Fluss Medway an das Kingsnorth Kraftwerk heran zu kommen. Der Silberblock wollte nicht ausgestochen werden und plante den Versuch von oben. Der Grüne Block konzentrierte sich in der Zwischenzeit auf den Weg durchs Gestrüpp und der Block Orange rundete die Sache mit einer kinder-freundlichen Demonstration zum Haupteingang ab. Wie in den Jahren zuvor wurden mit zielte das Camp mit Aktionen auf Klimasünder, aber in diesem Jahr wurde die Kraft gebündelt und die Aktionen koordiniert, um eine größtmögliche Störung zu erreichen. Der Blaue Block versprach eine "futuristische Schiffsflotte unterschiedlichster Form und Größe mit Recycling-Flößern, Wikingerschiffen, Piratenkähnen und Gondeln". Die Polizei arbeitete schnell an einem Verbot dieser Aktion. Angeblich berief sie sich auf Abschnitt 21 der städtischen Verordnung des Medway Hafens und beschlagnahmte das Sanitätsboot, das die Flotte ab 8 Uhr begleiten sollte. Davon nicht abgeschreckt versammelten sich 9 Flößer, 11 Treasure Island Boote, 8 Kajaks und 1 Boot (in der Nacht vorher gebaut und im Wald versteckt) auf dem Medway, um zur Kohle-Laderampe zu treiben. Acht Kajaks kamen sehr nah an die Anlage heran und wurden gefangen, allerdings nicht verhaftet. Drei Personen gelang es an die Verladestelle heran zu kommen und schafften es fast über den Zaun. In der Zwischenzeit entrollten andere Flussaktivisten an der Fort auf der gegenüberliegenden Seite des Kraftwerks ein Transparent: "KOHLE: Startschuss für das Klimachaos". Ein Floß brach auf dem Fluss auseinander, aber alle Aktivisten trugen Rettungswesten und konnten auf das BBC Medienschiff klettern. Seltsamerweise wurde in einigen BBC Berichten behauptet, dass 120 Menschen aus dem Medway gerettet werden mussten (z.B. in diesem Beitrag auf BBC 5 Live). Diese Behauptung basiert vermutlich auf der total falschen und verwirrenden Aussage der Kent Polizei: "Die Polizei und die Medway Hafenaufsicht holten 123 Menschen aus dem Wasser und viele der Demonstranten waren froh darüber, dass sie gerettet wurden". Der Grüne Block verließ das Camp über den Hinterausgang, wurde aber schnell von der Polizei eingeholt. Als sie aber das Kraftwerk erst einmal erreicht hatten, begannen die frechen Demonstranten damit, den ersten Zaun zu durchbrechen und benutzte ihn als Leiter, um über den zweiten zu steigen. Glücklicherweise hatte sich E.ON dazu entschlossen nicht die repressive Taktik der Kent Polizei nachzuahmen und nahm den Strom vom elektrischen Zaun – dem letzten Zaun, der um das Kraftwerk herum führt - sobald sich die Aktivisten näherten. Ein losgelöster Arm des Grünen Blocks schaffte es, durch den ersten Zaun zu brechen und ein Transparent aufzuhängen. Der Block Orange verließ das Camp um kurz nach 9 Uhr mit einem großen, farbenfrohen Drachen. Es herrschte gute Stimmung und die großen Medien interessierten sich für die Demo, die entlang eines Wegs zum Haupttor führte. Die Polizei hatte die Information erhalten, dass die Demonstranten nicht vor 10 Uhr ankommen würden und dass sie auch vor dieser Zeit nicht loslaufen dürften. Obwohl die Demo mit Gesang und Sprechchören im Sonnenschein überwiegend entspannt war, gab es mindestens eine Festnahme wegen Sachbeschädigung/Widerstand gegen die Staatsgewalt und einen kurzen Aufruhr, während dem einige Demonstranten von der Polizei mit Knüppeln geschlagen wurden. Rund 1.000 Menschen marschierten zum Tor, wo dann eine Party gefeiert wurde. Es gab dort dann eine kurze "Einfrierung" als Zeichen, dass das Wirtschaftswachstum eingefroren werden muss. Die Polizei informierte die Aktivisten (vom Hubschrauber aus), dass "Hunde, Gewalt und Knüppel eingesetzt werden würden, wenn sie bis 13 Uhr nicht verschwunden sein sollten". Die meisten Teilnehmer gingen zum Camp zurück, aber eine kleine Gruppe widersetzte sich den Drohungen der Polizei und wurden umstellt. Es kam zu Verhaftungen wegen Verstößen gegen die Demoauflagen. Die Aktivisten leiteten passiven Widerstand und einige wurden weg geschleift. Leider durchkreuzten starke Winde die Pläne des Silberblocks. Einige Aktionen konnten aber stattfinden. Vier Kletterer hingen ein Transparent "Schließt Kingsnorth" an einem Masten auf, besetzten ihn und wurden später verhaftet. Einige Christen des Block Orange setzten sich vor die Tore des Kraftwerks, beteten und baten um Vergebung, wie viel Schaden die Anlage seit ihrer Errichtung verursacht hat und sangen einfache Lieder. Fotos: Knives out for the GRRR! | GRRR....launch pictures at last | Silver Group: Patsy The CCS Pig Flies! - Action Day Pics | Police at the gate of Kingsnorth | Children of the Kingsnorth March 9th August 2008 | Christian Cafe Crew give Last Rites to Kingsnorth | Kingsnorth Fence Breach Pictures | Climate Hazard Raft Banner at Kingsnorth Pics | Orange Group March: Climate Camp 2008 | Breaching the Kingsnorth Fence | Rebel Raft Protest Land on Kingsnorth Jetty - Pics | Rebel raft approaching Kingsnorth | Orange Bloc Protest - March to Kingsnorth Pictures | electric pylons-kingsnorth protest photoset | Protestors using 1st fence to scale 2nd fence at Kingsnorth | Photos of protestors at Kingsnorth fences | Pics Orange Bloc / Kids March leaving camp | Green Bloc Heading Towards Kingsnorth Newswire: E.ON's Defences Breached Following Olympic Efforts by Protesters | Video of climate camp orange bloc march to Kingsnorth | Climate Camp Radio - Saturday evening show for download | Climate Camp 2008 March to Kingsnorth | Police Assault Teenage Activists at the Climate Camp Children's Revolution | Eco Hero Kayak Crew splash out on the Medway | Climate Camp Radio - Saturday lunchtime show for download | Kayakers arrested in the Medway | Climate Camp Radio, day of mass action. Listen to live stream 1pm and 7pm. | Children's Revolution March From Climate Camp on Kingsnorth Day of Mass Action | Rebel Regatta and Section 21 of the Medway Ports Byelaws | Climate Camp Silver Group- Call Out For Flying Devices | Children's Revolution at the Camp for Climate Action Plans Peace Campaign Sonntag, 10. August: Die meisten reisten am Sonntag ab, einige blieben aber noch bis Donnerstag um beim Abbau und Aufräumen zu helfen. Die Aktivisten sagten, sie würden zurück kommen, wenn Kingsnorth grünes Licht bekommen sollte: "Wir werden nicht zulassen, dass dieses Kraftwerk gebaut wird. Wenn also die Regierung in den nächsten Wochen grünes Licht geben sollte, dann werden wir zurück kommen und den Bau behindern. Das bedeutet, dass wir uns den Planierraupen und Bauwägen in den Weg stellen werden. Menschen im ganzen Land werden sich an direkten Aktionen gegen die Firmen und Vertragspartner beteiligen". Es scheint so, als wären rund um den Globus noch mehr Klima-Aktionen geplant. vom 10. - 17. August wird in Belgien das erste Klimaat Axie Kamp stattfinden (siehe dazu den holländischen Artikel). In Hamburg wird vom 15.-24. August ein KlimaCamp stattfinden (Bericht). Vom 8.-24. August findet in Quebec in Beaumont in der Nähe von Lévis im Süden ein Camp statt, auf dem sich Klimaaktivisten versammeln werden, um sich gegen das 840 Millionen Dollar Gas-Projekt zu widersetzen (see Website auf französisch oder Bericht auf englisch). Auf dem KlimaCamp in Australien (10.-15. Juli) wurden sechs Tage lang Workshops abgehalten und direkte Aktionen durchgeführt, um den Ausbau des größten Kohlehafens der Welt in Newcastle zu stoppen (Bericht). In den USA gab es, vom britischen KlimaCamp inspiriert, zwei Konvergenzen an der Westküste und im Südosten des Landes und eineKlima-Konfluenz im Nordosten. Aktivisten von der südöstlichen Konvergenz besetzten zwei Stunden lang das Besucherzentrum des Dominions Nord Anna Atomkraftwerks. Somit wollten sie gegen den Bau von zwei neuen Reaktoren protestieren und dazu aufrufen, dass Atomkraft die falsche Lösung ist und zur Klimakrise beiträgt (Bericht). In Neuseeland treffen sich Aktivisten, um ein KlimaCamp zu organisieren. Es gibt dort schon viele Aktionen gegen Klimawandel und die Kohleindustrie. Seit Januar 2006 halten Aktivisten das Happy Valley an der Westküste Neuseelands besetzt, um den Bau einer Tagebau Kohlemine von der staatlichen Solid Energy New Zealand Ltd zu verhindern. Die Besetzung besteht aus einem dauerhaften, legalen Camp - das besetzte Campgelände ist noch immer öffentliches Land. savehappyvalley.org.nz | walkingthewalk.org.nz Links: Climate IMC | Days of Climate Action (UK) | Earth First (UK) | Fossil Fools Day | Network for Climate Action (Uk) | Rising Tide: Australia | North America | UK |
Can someone explain:
Kim 14.Aug.2008 01:38
How the "root causes of climate change" will be tackled "through direct action."?
What are "the root causes of climate change?" Consumption? How will consumption be tackled through direct action?
Activists' sheer self-centred certainty always bewilders me.
the only climate chaos is the modern world
ban cars and private electric use 09.Sep.2008 02:09
absolutely kim, i have been asking these questions of every group I have worked with for decades - they naver have any real answers or comnprehension - though a few have told me WELL PEOPLE ARENT" REDY FOR THE TRUTH.... and never will be i guess... nice pictures and good to get the yuppies out and hiking about...