Zu Hohe Miete
Sabine Paul
29 Sep 2007 13:25 GMT
Schudomastraße 32 , 12055 Berlin
Müll vor meinem Geschäft
Ich lebe hier im Herzen von Neukölln, dem Ghetto
OFENER BRIEF
Guten Tag,
ich wende mich an Sie, weil ich mir keinen anderen Rat mehr weiss. Seit 11
Jahren betreibe ich mein kleines Biergarten Café in Berlin Neukölln EXCALIBUR.
Bis vor circa 3 Jahren war es ein mittel gut gehendes Geschäft. Ich arbeite
ausschliesslich allein, jeden Tag in der Woche von 12.00 Uhr bis mindestens
0.00 Uhr, meist länger.
Die Kommunikation mit der Hausverwaltung R&W ist nur bedingt möglich, da auch
kein wirkliches Interesse an dieser Immobilie besteht.
Seit einiger Zeit verkommt das Grundstück immer mehr, die BSR KANN!!! die
Mülltonnen nicht mehr in den Müllraum fahren, da zu viel Unrat von den Mietern
verteilt wird, die Hausverwaltung unternimmt nichts, und somit stehen dann die
Tonnen tagelang neben dem Eingang meiner Kneipe. Die Ratten freuen sich .
Ich habe bei Regen, Wasser im Keller, die Toiletten sind regelmässig verstopft
und riechen immer übel.
Es ist schwer, so neue Gäste herein zu locken oder für den Biergarten zu
begeistern.
Direkt vor meinen Fenstern findet am Wochenende eine Art privater Autohandel
statt, was dazu führt, daß Gruppen von meist ausländischen Mitbürgern, rauchend
und Palaver haltend herumstehen, aber nicht hereinkommen und etwas trinken.
Ich könnte das alles hinnehmen und versuchen mein Geschäft unbeeindruckt weiter
zu führen und auf bessere Zeiten hoffen, ABER, ich muss jeden Monat 1256,- Euro
Miete erwirtschaften, habe aber nur 55qm Fläche. Gewerbemieten unterscheiden
sich von privaten, das weiss ich, aber hier im Neuköllner Ghetto, zahle ich
mehr als alle anderen Gewerben in der Umgebung., und die Hausverwaltung ist
definitiv nicht bereit die Miete den neuen Umständen anzupassen.
Sicher könnte ich umziehen, aber ich habe noch einige Stammgäste, einen
Hexenstammtisch, eine mySpace Gemeinde und eine Esperanto Gruppe, die ich nicht
auch noch verlieren kann, zudem ein Umzug auch Geld kostet.
Ich bin wirklich am Ende meiner Kraft und natürlich auch meiner Finanzen. Kein
Ausweg scheint mir vertretbar, und ich möchte nicht zum Hartz4 Empfänger
werden.
Ich weiss nicht ob Sie die richtige Adresse für meine Bitte um Hilfe sind, und
ich habe schon so viel versucht, mein einziger Weg ist ansonsten nur noch
aufgeben, womit noch eine Berliner Kneipe mehr für immer schliessen würde.
Vielleicht gibt es ja irgendjemanden, der Interesse an der Geschichte von
EXCALIBUR hat.
Mit vielen Grüßen
Sabine Paul
c/o
Excalibur
Schudomastraße 32
12055 Berlin
www.excalibur-berlin.de
0173 6183232
e-mail:: morganadesade1@freenet.de
homepage:: http://www.excalibur-berlin.de
phone:: 01736183232