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USA: IN GEDENKEN
Utah Phillips hat die Bühne verlassenlola 01 Jul 2008 16:22 GMT (traduit par lola)Der Folksänger, Geschichtenerzähler, Eisenbahn-Landstreicher Utah Phillips stirbt im Alter von 73 Jahren Die Beerdigung findet nach Angaben der Familie am 24. Mai 2008 statt. "Der Folksänger, Geschichtenerzähler, Eisenbahn-Landstreicher Utah Phillips stirbt im Alter von 73 Jahren"Nevada City, Kalifornien:Utah Phillips, eine wegweisende Figur der amerikanischen Folkmusik, der 38 Jahre lang hingebungsvoll und rastlos für das Publikum auf zwei Kontinenten gespielt hat, starb am Freitag, den 23. Mai 2008 in Nevada City (einer kleinen Stadt in der Sierra Nevada, wo er die letzten 21 Jahre mit seiner Frau Joanna Robinson, freiberufliche Redakteurin, lebte) Kalifornien an kongestiver Herzinsuffizienz. Unter dem Namen Bruce Duncan Phillips am 15. Mai 1935 in Cleveland, Ohio, geboren, wuchs er als Sohn eines organisierten Arbeiters auf. Entweder durch diesen frühen Einfluss oder durch ein nicht immer ruhiges und einfaches Leben, demonstrierte Phillips schon als 20-Jähriger seine Bedenken an den Lebensbedingungen der Arbeiterklasse. Er war stolzes Mitglied der Industrial Workers of the World (deren Mitglieder oft auch als Wobblies bezeichnet werden), ein organisatorisches Artefakt der frühen Arbeiterkämpfe des 20. Jahrhunderts, das in den letzten zehn Jahren wieder mehr Interessierte für sich begeistern konnte, was nicht zuletzt an Phillips Bemühungen lag, die Organisation bekannt zu machen. Phillips diente während des Korea-Krieges als Gefreiter der US-amerikanischen Armee. Diese Erfahrung sollte er später als Wendepunkt seines Lebens beschreiben. Von der Verheerung und das menschliche Elend, die er dort beobachtet hatte, tief getroffen, fing er nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten damit an, sich treiben zu lassen und auf Güterzügen durch das Land zu reisen. Sein Kampf kommt uns heutzutage vertrauter vor, denn die Schwierigkeiten, die zurückkehrende Kriegsveteranen haben, werden besser verstanden. In den späten 1950er Jahren musste Phillips damit allein zurecht kommen. Verarmt und alkoholisiert sprang Phillips in Salt Lake City vom Zug und blieb im Joe Hill House hängen, einem Obdachlosenasyl, das vom Anarchisten Ammon Hennacy, einem Mitglied der Catholic Worker Bewegung geführt wurde und mit Dorothy Day zusammen arbeitete. Phillips ehrte Hennacy und andere Sozialreformer, von denen er als seine "Ältesten" sprach. Sie hätten ihm einen philosophischen Rahmen geboten, um den er dann Lieder und Geschichten baute, die er als Vorlage benutzte, durch die sein Publikum ihre eigene politische Situation und ihr Leben als Arbeiter verstehen konnten. Oft waren sie lustig, manchmal traurig, aber eines waren sie nie, oberflächlich. "Durch ihn habe ich verstehen gelernt, dass Musik mehr ist, als nur Zuckerwatte fürs Ohr", sagte John McCutcheon, ein bekannter Folksänger und enger Freund. Phillips wurde in seiner Entwicklung von unterschiedlichsten Künstlern inspiriert, wie z.B. Borscht Belt Komödiant Myron Cohen, Folksänger Woody Guthrie und Pete Seeger und Country Stars Hank Williams und T. Texas Tyler. Die Arbeit als Anarchist im Staat Utah in den 1960er Jahren lehrten Phillips die Disziplin der geschichtlichen Recherche; neben den einfachsten und folkigsten seiner Lieder bemühte er sich sehr, ins Detail zu gehen und ihnen eine gut ausgearbeitete Erzählstruktur zu verleihen. Er war ein unersättlicher Leser und er interessierte sich für ein unglaublich breites Themenfeld. Unterdessen arbeitete Phillips in Hennacys Joes Hill Haus. 1968 kandidierte er mit der Partei Peace and Freedom für einen Sitz im US-Senat. Die Wahl gewann allerdings ein Kandidat der Republikaner und einige Demokraten dachten, Phillips hätte die Wahl gespalten. Danach verlor er seinen Job für den Staat Utah und er fühlte sich "auf die schwarze Liste" gesetzt. Phillips verließ Utah und ging nach Saratoga Springs, New York, wo er im Caffé Lena (geführt von Lena Spencer) in einer quirligen Gemeinschaft von Folkkünstlern willkommen geheißen wurde. "Es war das Kaffeehaus, wo wir auftraten. Alle gingen dort hin. Sie ernährte uns alle", sagte John "Che" Greenwood, ein Kollege und Freund. In den fast 40 Jahre, die folgten, arbeitete Phillips in, wie er es ausdrückte, "im Geschäft". Er versammelte Hunderttausende Fans um sich und spielte in großen und kleinen Städten in den USA, Kanada und Europa. Begleitet wurde er unter anderem von Künstlern wie Rosalie Sorrels, Kate Wolf, John McCutcheon und Ani DiFranco. "Er war wie ein Alchimist", sagte Sorrels, "Er bediente sich der Geschichten von Arbeitern und Eisenbahn-Landsteichern und integrierte sie in die Arbeit, die von Autoren wie Thomas Wolfe inspiriert war. Doch dann gab er sie zurück. Er brachte das ganze in eine Sprache, so dass die Lieder und Geschichten noch nahe an den Menschen waren, von denen sie handelten. Er wollte die Menschen nicht ihrer Kultur berauben." Eine Single von Phillips erster Platte "Moose Turd Pie", eine ausgelassene Geschichte über die Arbeit einer Gruppe Bahnarbeiter wurde 1973 unglaublich oft im Radio gespielt. Von da ab hatte Phillip Arbeit auf der Straße. Seine beträchtliche Karriere im Schreiben und im Studio beinhaltet auch zwei Alben mit Ani DiFranco die für den Grammy nominiert wurden. Phillips Lieder wurden von Emmylou Harris, Waylon Jennings, Joan Baez, Tom Waits, Joe Ely und anderen gespielt und aufgenommen. 1997 erhielt er die Auszeichnung für sein Lebenswerk von der Folk Alliance. Phillips, ein Perfektionist, behauptete, dass er vor jedem Auftritt Lampenfieber hatte. Er wollte es auch nicht verlieren, so sagte er; so konnte er sich weiterhin verbessern. Seit 2004 Phillips litt an den Auswirkungen einer chronischen Herzkrankheit und als seine Krankheit ihn manchmal dazu zwang, zu Hause zu bleiben, startete er eine landesweite Folk-Musik Radiosendung, "Loafer's Glory" bei KVMR-FM und gründete ein Obdachlosenheim in seinem ländlichen Heimatbezirk, wo gestrandete Männer und Frauen in einem kleinen Häuserblock (dem Manzanita) am Rande der Stadt schlafen konnten. Das Hospitality House öffnete seine Pforten 2005 und beherbergt noch heute 25 - 30 Gäste pro Nacht. So kehrte Phillips in den letzten vier Jahren seines Lebens zu der Arbeit seines Mentors Hennacy zurück. Phillips starb zu Hause, in seinem Bett, während er schlief, neben seiner Frau. Er wurde von seinem Sohn Duncan und seiner Schwiegertochter Bobette aus Salt Lake City, seinem Sohn Brendan aus Olympia, Washington; seiner Tochter Morrigan Belle aus Washington, D.C.; Stiefsohn Nicholas Tomb aus Monterrey, Kalifornien; Stiefsohn und Schwiegertochter Ian Durfee und Mary Creasey aus Davis, Kalifornien; seinen Brüdern David Phillips aus Fairfield, Kalifornien, Ed Phillips aus Cleveland, Ohio und Stuart Cohen aus Los Angeles; seiner Schwester Deborah Cohen aus Lissabon, Portugal und einem Enkelkind, Brendan überlebt. Vor ihm starb sein Vater Edwin Phillips, seine Mutter Kathleen und sein Stiefvater, Syd Cohen. Die Familie bittet um Spenden für ein Denkmal an das Hospitality House, P.O. Box 3223, Grass Valley, California 95945 (530) 271-7144 www.hospitalityhouseshelter.org |
Pic Of Utah with Milwaukee Wobb Folksinger Larry Penn
marco 26.May.2008 11:09
Here's a pic of Larry Penn, Milwaukee's boxcar and Utah Phillips from
http://milwaukee.indymedia.org/en/2007/05/207347.shtml
http://my.execpc.com/~cookeman/disc.html
http://mke.indymedia.org/en/2008/02/209229.shtml
the Mayday concert at Pabst Theater two Maydays ago.
I remember how difficult it was to partially disassemble that
boxcar, reassemble it, haul it up and down carpeted stairs and
etc., to have it in the lobby of the Pabst Theater, but the people
there were happy to help and that all part of what made that evening
such a great success for everyone involved.
Memorable!
Bruce had such a good time there he suggested he might play every May
first there for the rest of his life. Pabst Theater people said fine,
Larry Penn said fine, others said fine.
When Utah was unable to travel in late April, the Milwaukee Wobbs
began planning a concert with "Utah and friends" in September instead.
I'm not sure if plans are still in effect for a concert of "Utah's Friends,"
but I'm sure the date's still open for such a thing. Contact the MKE wobbs
for more details. I bet they're going to to either that or something even
better, eh?
cheers,
marco
Utah Phillips on "Making a Living, Not a Killing"
mediagrrl9 05.Jul.2008 18:03
Amy Goodman interviews Utah Phillips for Democracy Now! in 2004. In part 5 of the interview, Utah tells how he started out in New York, fired his agent, and decided not to play music for profit.
http://www.youtube.com/watch?v=gv4DJmcFTqE
Utah Phillips on the Role of the Media
mediagrrl9 05.Jul.2008 18:21
Amy Goodman interviews Utah Phillips for Democracy Now! in 2004. In part 4 of the interview, Utah talks about television, storytelling, capitalism, and alternative media.
http://www.youtube.com/watch?v=bi2RJdKTHC0
Utah Phillips on His Name, the IWW, and War Resistance
mediagrrl9 05.Jul.2008 18:34
Amy Goodman interviews Utah Phillips for Democracy Now! in 2004. In Part 3 of the interview, Utah explains how he got the name "U. Utah", the history of war resistance, and the Wobblies.
http://www.youtube.com/watch?v=07H6-YjdQhk
Utah Phillips on War and Non-Violence
mediagrrl9 05.Jul.2008 18:36
Amy Goodman interviewed Utah Phillips for Democracy Now! in 2004. In part 2 of the interview, Utah discusses his own military service and becoming a pacifist.
http://www.youtube.com/watch?v=0VOnikFeLW0
Utah Phillips on Learning on the Road
mediagrrl9 05.Jul.2008 18:37
Amy Goodman interviews Utah Phillips for Democracy Now! in 2004. In Part 1 of the interview, he talks about his approach to music and learning from his audiences.
http://www.youtube.com/watch?v=PleEOP9wuqk