Lombok, Indonesien: 37 Bauern von Polizei erschossen und verwundetlilu 03 Oct 2005 10:02 GMT (translated by lilu)37 Bauern wurden am 18. September in Lombok, Indonesien, einer Insel Nähe Bali während eines Treffens der Via Campesina von der Polizei erschossen und verletzt. 15 internationale Delegierte wurden unerwartet daran gehindert an dem Treffen teilzunehmen. Die Delegierten waren Teil der Mission die Verletzung der Bauernrechte aufzudecken die sich ereigneten, als sie ihre Existenz verteidigten, nachdem die Zentralregierung Jakartas ihnen die Bauernlizenz entzogen hatte. Statement der Via Campesina, der internationalen Bauernbewegung Am 18. September plante eine internationale Delegation von 15 SprecherInnen der Via Campesina aus Indien, Bangladesh, Korea, der Europäischen Union, der Vereinigten Staaten, Brasilien, Nicaragua, Mexiko, Mozambique, der Dominikanischen Republik und Cuba gemeinsam mit 50 Mitgliedern der FSPI sowie RepräsentantInnen verschiedener internationaler NGOs die Provinz West Nusa Tenggara zu besuchen. Die Delegation wollte die Mission, die Verletzung der Bauernrechte aufzudecken abschließen, die sich ereigneten, als sie ihre Existenz zu verteidigen versuchten, die durch die regionale Regierung, Polizei, den Privatsektor und paramilitärischen Akteuren angegriffen wurde. Die Delegation erhielt eine offizielle Erlaubnis der Zentralregierung Jakartas dieses Gebiet zu besuchen. Diese Lizenz wurde unerwartet und ohne Erklärung am Abend des geplanten Besuchs zurück gezogen. Am Morgen des 18. Septembers um 8:00 Uhr griff die lokale Polizei ein, versuchte das Treffen der 700-1.000 Bauern, die auf die Ankunft der Via Campesina Delegation warteten aufzulösen. Während des Treffens mit der internationalen Delegation wollten die Bauern ihre Situation schildern, einschließlich der Verletzungen ihrer Rechte seit 1995. Die Polizei hinderte zuerst die Ankunft der internationalen Delegation und störte das Treffen. SprecherInnen der Bauern wollten eine öffentliche Erklärung verlesen. Die Polizei erlaubte dies jedoch nicht und eröffneten ohne jegliche Vorwarnung in die Versammlung zu schießen. Um 16:00 Uhr des 18. Septembers waren 37 Bauern erschossen und verletzt worden, einige von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand. Der internationalen Delegation wurde es nicht gestattet das Gebiet zu besuchen. Sie schafften es aber dennoch ihre Empörung bezüglich der Gewalt gegen die Bauern auszudrücken und den legitimierten Kampf um die Existenz der Bauern in einer Demonstration vor der dortigen Polizeiwache (Polda NTB) zu unterstützen. Die Delegation sprach im Namen der Bauern auf der ganzen Welt. Paul Nicholson aus Europa sagte, “Wir sind von der Tatsache schockiert, dass es für Bauern in Indonesien noch immer nicht möglich ist ihre legitimierten Rechte zu verteidigen ohne um ihr Leben fürchten zu müssen. Als Via Campesina protestieren wir heftigst dagegen und verpflichten uns internationale Unterstützung und Solidarität für die Bauern in Lombok anzubieten. Wir werden diesen Fall in unseren Ländern bekannt machen und bitten die indonesische Regierung darum die Täter zu bestrafen und die Rechte der Bauern zu garantieren ihre Existenz verteidigen zu dürfen. Wenn die indonesische Regierung dieser Forderung nicht nachkommen sollte, werden wir diesen Fall vor das Un-Menschenrechtskomitee bringen. Juana Ferrer aus der Dominikanischen Republik sagte: “Es ist eine Schande, dass die Regierung Bauern von ihrem Land vertreibt, die Nahrungsmittelproduktion in Lombok zerstört, währen sie gleichzeitig eine Region ist, wo sich der Hunger unter den landlosen Bauern heftig ausbreitet, die keinen Zugang zu Nahrung haben. Henry Saragih, internationaler Koordinator der Via Campesina sagte, “Wir können dieses kriminelle Verhalten der lokalen Regierung und der Polizei, die ohne Grund auf die Bauern schossen und uns die Teilnahme an dem Treffen verweigerten nicht akzeptieren.“ Die Via Campesina Delegation hat die Situation ausgewertet und wird die nächsten Schritte einleiten:
Internationaler Koordinator der Via Campesina und Generalsekretär FSPIM (Federation of Indonesian Peasant Organisations) Handy: +62-8163 144441 Ahmad Ya’kub, Vertreter des Polizeiwesens und der Kampagne FSPI. Handy: +62 817712347 Via Campesina Delegation in Mataram: Handies: +62-8163-144441, +62-8158 6699975, +62- 8177 12347 Wahidjan, Serta NTB (West Nusa Tenggara Peasant Union), Mitglied der FSPI Handy: +62 8175714911 Information über den Landkonflikt Der Landkonflikt ist in Indonesien, Lombok in Tanak Awu und 3 anderen Dörfern im Zentrum Lomboks, West Nusa Tenggara beheimatet. Die Regierung Lomboks versucht die Bauern von 850 Hektar fruchtbaren, weitem Land mit Bewässerungsanlagen zu vertreiben, um einen internationalen Flughafen darauf zu bauen und den Tourismus auf Kosten der Agrarkultur und Nahrungsmittelproduktion in der Region zu erweitern. Der Konflikt zwischen der Regierung und der Bauern hat seit 1995 zu erheblicher Untertrückung geführt. Am 23. August 2005 wurde 2.631 Bauern in Tanak Awu von den lokalen Behörden mit der Vertreibung gedroht, wenn sie nicht freiwillig ihr Land verlassen würden. Die lokale Regierung und der Privatsektor in Lombok präsentieren den neuen internationalen Flughafen als einen Plan mit großem Vorteil für die Bevölkerung Lomboks. Der Plan widerspricht jedoch den Interessen der lokalen Bevölkerung. Der Tourismus geht zurück und ist für die Provinz nicht so wichtig; die Nahrungsmittelproduktion jedoch ist äußerst wichtig, denn West Nusa Tenggara ist eine Provinz in der großer Hunger herrscht. Und trotzdem sucht die lokale Regierung nach Investoren um diesen Flughafen bauen zu können. Paramilitärische Truppen, Polizisten und der private Einschüchterungsversuche unterdrücken die Bauern und versuchen eine positive Meinung in der Zivilgesellschaft zu "errichten" und Treffen mit Personen zu organisieren, die für diesen Plan sind.
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