Durban, Südafrika - Kampf um eine Universität

Südafrikanische Universität kämpft gegen ihre Privatisierung

 
Seit nunmehr sechs Tagen befinden sich Studenten, Arbeiter, Barackenbewohner und Akademiker der University of KwaZulu-Natal (UKZN), der größten Universität Südafrikas, in einem militanten Kampf gegen die Privatisierung. Tausende marschierten unter dem Slogan 'Bildung für alle, ertragbare Arbeitsbedingungen und akademische Freiheit!' Eins der fünf Campusse ist unter der Kontrolle von schwerbewaffneten Polizeieinheiten. Ernsthaftere Zusammenstöße zwischen Polizei und Aufständischen werden immer wahrscheinlicher. Bisherige Versuche, die Privatisierung der Universität aufzuhalten wurden mit erbitterter Brutalität geführt. Im Jahr 2000 wurde der Student Michael Makhabane von einem Polizisten während eines friedlichen Protestes gegen den Ausschluss armer Studenten erschossen. 1996 wurde ein Massenprotest niedergeschlagen als der Vizekanzler, Marcus Ballintulo, weiße Paramilitärs beauftragte, 'die Ordnung wiederherzustellen'. Dieser Aufstand zielt mittlerweile auf den weiterhin existenten Ausschluss armer Studenten von der Universität, die übertriebene Ausnutzung der Arbeiter und der vertraglich gebundenen Akademikerbelegschaft, die Ausweisung der Barackenbewohner, die auf dem Universitätscampus wohnen, und verschiedengeartete Formen der korporativen Vorherrschaft ab. Letztere beinhalten den Ausschluss von Gewerkschaften aus Entscheidungsstrukturen, Versuche der Universitätsdirektion, die Belegschaft unterstützende soziale Aktionsgruppen vom Campus der Universität abzuschrecken, die Unterordnung von Forschungsprogrammen unter die Forderungen des 'Big Business', der Weltbank und Spendervertretern sowie die Verbannung des radikalen Akademikers Ashwen Desai. Desai war gefeuert und verbannt worden, nachdem er den Aufstand von 1996 geleitet hatte. Die Verbannung wurde 2003 aufgehoben und hatte somit keine rechtliche Grundlage mehr. Ende 2005 verbannte ihn Vizekanzler Malegepuru Makgoba wiederholt von der Universität, da er befürchtete, dieser könnte den Protest gegen die Privatisierung anführen. Tatsächlich aber hat eine neue Generation Aktivisten eine Gewerkschaft gebildet, die gewillt ist, den Protest zu organisieren. Die Verbannung zog auch den Protest des respektierten Committee for Academic Freedom in Africa (Komitee für akademische Freiheit in Afrika) nach sich. Darunter auch radikale Intellektuelle wie Noam Chomsky, Antonio Negri und Naomi Klein. Zudem gab es starke internationale Kampagnen für die akademische Freiheit. Eine ganze Reihe von akademischen Gesellschaften erwägen einen Boykott der University of KwaZulu-Natal. In seiner Antwort klagte er Chomsky des 'Wahnsinns' an und nannte die Akademiker, die Aktionen gegen die Privatisierung organisierten 'faul'.

Seit nunmehr sechs Tagen befinden sich Studenten, Arbeiter, Barackenbewohner und Akademiker der University of KwaZulu-Natal (UKZN), der größten Universität Südafrikas, in einem militanten Kampf gegen die Privatisierung. Tausende marschierten unter dem Slogan 'Bildung für alle, ertragbare Arbeitsbedingungen und akademische Freiheit!' Eins der fünf Campusse ist unter der Kontrolle von schwerbewaffneten Polizeieinheiten. Ernsthaftere Zusammenstöße zwischen Polizei und Aufständischen werden immer wahrscheinlicher. Bisherige Versuche, die Privatisierung der Universität aufzuhalten wurden mit erbitterter Brutalität geführt. Im Jahr 2000 wurde der Student Michael Makhabane von einem Polizisten während eines friedlichen Protestes gegen den Ausschluss armer Studenten erschossen. 1996 wurde ein Massenprotest niedergeschlagen als der Vizekanzler, Marcus Ballintulo, weiße Paramilitärs beauftragte, 'die Ordnung wiederherzustellen'. Dieser Aufstand zielt mittlerweile auf den weiterhin existenten Ausschluss armer Studenten von der Universität, die übertriebene Ausnutzung der Arbeiter und der vertraglich gebundenen Akademikerbelegschaft, die Ausweisung der Barackenbewohner, die auf dem Universitätscampus wohnen, und verschiedengeartete Formen der korporativen Vorherrschaft ab. Letztere beinhalten den Ausschluss von Gewerkschaften aus Entscheidungsstrukturen, Versuche der Universitätsdirektion, die Belegschaft unterstützende soziale Aktionsgruppen vom Campus der Universität abzuschrecken, die Unterordnung von Forschungsprogrammen unter die Forderungen des 'Big Business', der Weltbank und Spendervertretern sowie die Verbannung des radikalen Akademikers Ashwen Desai. Desai war gefeuert und verbannt worden, nachdem er den Aufstand von 1996 geleitet hatte. Die Verbannung wurde 2003 aufgehoben und hatte somit keine rechtliche Grundlage mehr. Ende 2005 verbannte ihn Vizekanzler Malegepuru Makgoba wiederholt von der Universität, da er befürchtete, dieser könnte den Protest gegen die Privatisierung anführen. Tatsächlich aber hat eine neue Generation Aktivisten eine Gewerkschaft gebildet, die gewillt ist, den Protest zu organisieren. Die Verbannung zog auch den Protest des respektierten Committee for Academic Freedom in Africa (Komitee für akademische Freiheit in Afrika) nach sich. Darunter auch radikale Intellektuelle wie Noam Chomsky, Antonio Negri und Naomi Klein. Zudem gab es starke internationale Kampagnen für die akademische Freiheit. Eine ganze Reihe von akademischen Gesellschaften erwägen einen Boykott der University of KwaZulu-Natal. In seiner Antwort klagte er Chomsky des 'Wahnsinns' an und nannte die Akademiker, die Aktionen gegen die Privatisierung organisierten 'faul'.

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