Seeschlacht im Südmeer

The Whale Wars – Sea Shepherd kehrt aus der Antarktis zurück

 

Boat crew deploy butyric acid on a harpoon ship. Photo: Adam Lau/Sea Shepherd
Boat crew deploy butyric acid on a harpoon ship. Photo: Adam Lau/Sea Shepherd


Steve Irwin collides with Japanese harpoon ship. Photo: Adam Lau/Sea Shepherd
Steve Irwin collides with Japanese harpoon ship. Photo: Adam Lau/Sea Shepherd


Steve Irwin collides with whaling spotter ship. Photo: Eric Cheng/Sea Shepherd
Steve Irwin collides with whaling spotter ship. Photo: Eric Cheng/Sea Shepherd


Das Flaggschiff der Sea Shepherd Conservation Society, die M/Y Steve Irwin, befindet sich auf der Heimreise vom Walschutzgebiet der Antarktis wo sie Patrouille fuhr , um internationale Umweltschutzregelungen durchzusetzen, die zum Schutz der großen Wale in der Region dienen. Seit dem es am 4. Dezember in Brisbane, Australien, ablegte, waren das Schiff und seine Crew in etlichen Konfrontationen mit einer japanischen Walfangflotte verwickelt, die illegal mit dem kommerziellen Walfang fortfährt.

Am 26. Dezember stellte sich die Steve Irwin dem japanischen Schiff Kaiko Maru in den Weg. Die Schiffe kollidierten und die Crew der Sea Shepherd setzte Buttersäure ein. Am 1. Februar wurde die Walfangaktion für acht Tage ausgesetzt. Beide Seiten warfen sich gefährliche Manöver und Taktiken vor. Am 6. Februar stieß die Steve Irwin mit den Harpunen-Schiffen Yushin Maru Nr 2 und Yushin Maru Nr 3 zusammen, als sie versuchte die Schiffe daran zu hinder, die toten Wale auf das Fabrik-Schiff Nisshin Maru zu verladen. Die Sea Shepherd ist mit einer internationalen Crew von 40 Aktivisten aus Australien, Amerika, Kanada, Großbritannien, Südafrika, Schweden, Bermuda, Deutschland, den Niederlanden, Ungarn, Neuseeland und Japan bemannt, die in einer Kampagne namens Operation Musashi unterwegs ist.

Fotos: Fotobericht – Sea Shepherd Operation Musashi auf hoher See | Videos: Zusammenstoß mit dem japanischen Walfangschiff - Sea Shepherd | Sea Shepherd kollidiert mit Walfang-Schiff (Indybay)

Internationale Berichte (en): Nicola Paris – Bericht aus der Antarktis (Indymedia Perth) | Sea Shepherd verjagt Walfänger in das antarktische Territorium Neuseelands (IMC Aotearoa) | Schiffe kollidieren: Walfänger stoßen mit Sea Shepherd auf australischem Hoheitsgewässer in der Antarktik zusammen (Indymedia Sydney) | Sea Shepherds legt ab, um Walfänger zu jagen (IMC Portland) | The Whale Wars - Sea Shepherd kehrt aus der Antarktis zurück (Indymedia UK) | Verschiedene Berichte (Indybay)

Links: Sea Shepherd Conservation Society | Institute For Cetacean Research (japanische Walfangbefürworter) | Themenseite Ocean Defence (Indymedia UK)

Am 19. Dezember, nur neun Tage nachdem die Steve Irwin in Hobart, Tasmanien, ablegte, konnte sie eines der Schiffe der japanischen Walfangflotte ausfindig machen. Der Yushin Maru Nr. 2, eines der japanischen Harpunier-Schiffe, war im Eis der Propeller eingefroren, während sie von der Steve Irwin verfolgt wurde. Im dichten Nebel musste das Harpunier-Schiff ins Eiswasser flüchten. Diese Störung und die nachfolgenden Schäden setzten das Schiff zwischen 20. Dezember und 5. Februar für 46 Tage außer Gefecht.

Am 26. Dezember stellte sich die Steve Irwin dem japanischen Erkundungs-Schiff Kaiko Maru in den Weg. Die Schiffe kollidierten und die Sea Shepherd Crew setzte Buttersäure ein. Während der Manöver von beiden Seiten kam es zur Kollision, die zu kleineren Schäden an beiden Schiffen führten. Es wurde jedoch niemand verletzt. Dies geschah auf antarktischem Gewässer innerhalb der australischen Wirtschafts-Ausschusszone und dem Walreservat im Südmeer, nördlich der Mawson Halbinsel. Der Australier Jeff Hansen aus Perth, Westaustralien, schickte eine Radiobotschaft auf Japanisch. Er rief dazu auf, dass die Walfänger ihre Aktivitäten einstellen und das australische Hoheitsgewässer verlassen sollten.

Nachdem sie laut dem Institute Of Cetacean Research (ICA) ihre tägliche Recherche-Arbeit abgeschlossen hatte machte die Kaiko Maru einen Umweg durch das Eisberggebiet. Die Steve Irwin jagte ihr hinterher und kam direkt neben die Kaiko Maru. Anti-Walfang Aktivisten warfen zehn Flaschen mit Buttersäure (vergammelte Butter) und 15 Flaschen mit einer Mixtur aus Methylzellulose und abriebfester Farbe auf das gegnerische Deck.

Methylzellulose macht das Deck der Walfang-Schiffe total glitschig, wie die Walfänger nach einigen Angriffen nun wissen, während Buttersäure einen furchtbaren Gestank verursacht, was die Arbeit an Deck unmöglich macht. Beide Substanzen sind biologisch abbaubar und verursachen bei Kontakt keinen Schaden. Das hauptsächliche Angriffsziel ist das große Deck der Nisshin Maru, dem Fabrikschiff, auf dem das Walfleisch verarbeitet wird. Wenn die Substanzen erst einmal auf das Deck geworfen wurden, kann die Crew es für eine Weile nicht mehr benutzen, da sonst das Walfleisch kontaminiert werden würde. So konnte das weitere Walmorden erst einmal verzögert werden.

Am 1. Februar wurde die Walfangaktion für acht Tage ausgesetzt, denn Sea Shepherd jagte das Fabrikschiff Nisshin Maru. Am 4. Februar berichtete Sea Shepherd, dass die drei Harpunier-Schiffe der japanischen Flotte die Steve Irwin angriffen. Alle drei Harpunier-Schiffe versuchten die Steve Irwin zu flankieren, aber das Sea Shepherd Schiff jagte das Fabrikschiff Nisshin Maru weiter. "Die Yushin Maru #2 machte den ersten Angriffsversuch, indem sie die Steve Irwin scharf am Bug zu schneiden versuchte und das auf hoher See, die alles andere als ruhig war. Die anderen beiden Harpunier-Schiffe Yushin Maru #1 und Yushin Maru #3 fuhren dieselben gefährlichen Manöver." heißt es in einer Presseerklärung von Sea Shepherd. "Dies hat uns für die nächste Saison der Whale Wars einiges an dramatischem Filmmaterial geliefert", sagte der Kapitän Paul Watson.

"Wenn es ihre Absicht war uns einzuschüchtern, dann haben sie ihr Ziel nicht erreicht. Wenn es darum geht zu beweisen, wer auf hoher See den längeren Atem hat, okay! Wir haben viel mehr Erfahrung als die Walfänger."



Am 6. Februar stieß die Steve Irwin mit den beiden Harpunier-Schiffen Yushin Maru Nr 2 und Yushin Maru Nr 3 zusammen, als sie versuchte, die Schiffe daran zu hindern die toten Wale auf das Fabrikschiff Nisshin Maru zu verladen. Dabei wurde niemand verletzt. Die japanische Walflotte beschloss dann, nicht mehr von den Sea Shepherd zu flüchten, sondern mit der Walschlacht fortzufahren, was zwischen den Walfängern und den Sea Shepherd Aktivisten erneut zu Streit führte.

Kapitan Paul Watson: "Wir sagten ihnen, sie sollten ihre illegal Walfang-Aktion nicht fortsetzen und dass wir das Heck des Fabrikschiffes blockieren würden. Sie wollten unsere Entschlossenheit testen und erwarteten vermutlich, dass wir uns zurück ziehen würden, als sie uns von vorn angriffen, um die Verladung durchzuführen."

Weil die japanische Walfangflotte drei Harpunier-Schiffe einsetzte, war es den Sea Shepherds kapazitätsmäßig leider nicht möglich das Harpunieren von Walen zu verhindern. Wenn sie einmal harpuniert wurden, müssen die Wale auf das Heck des Fabrikschiffs Nishin Maru verladen werden. Die Sea Shepherds haben sich angestrengt, die Verladung der toten Wale zu verhindern, indem sie ihr eigenes Schiff, die Steve Irwin, direkt hinter die Nisshin Maru platzierten. Genau in dieser Situation passierten auch die beiden Kollisionen mit den Japanern, die versuchten, die Sea Shepherds an der Blockade des Zugangs zur Nisshin Maru Rampe zu hindern. Dazu setzten sie Wasserjets, metallische Objekte und akustische Waffen dein, die in ihrem Einflussgebiet Menschen benebeln oder verwirren können.

Sea Shepherd sagen, sie hätten die japanische Walfangflotte zwischen 18 Dezember und 7. Januar über 2.500 km verfolgt und ihre Walfangaktionen 19 Tage lang gestört. "Die Steve Irwin drehte um und lenkte so die Walfangflotte um. Diese stellte den Walfang für zusätzliche acht Tage aus. Wir können sagen, dass wir sie 27 Tage lang physisch daran hindern konnten, weitere Wale zu töten.

"Es wurden viel weniger Wale getötet und die Einnahmen durch den Walfang gingen den Bach runter. Die Walfangflotte wird nun schon zum vierten Mal nicht ihre jährliche Quote erreichen."



Die Sea Shepherd Conservation Society wurde 1977 von Paul Watson gegründet, einer der Gründungsmitglieder von Greenpeace. Watson hatte das Gefühl, dass die angewandten Taktiken dieser Organisation unzureichend waren. Während Greenpeace es vermeidet Walfangschiffe anzugreifen scheut Sea Shepherd nicht davor zurück, Schiffe die für den illegalen Walfang unterwegs sind, zu versenken oder zu sabotieren.

Dieser konfrontative Ansatz ist umstritten. Greenpeace weigert sich mit ihnen zusammen zu arbeiten und das FBI nennt sie 'Ökoterroristen '. Trotzdem haben sie mit ihrer kompromisslosen Haltung viele Unterstützer für sich gewinnen können, darunter auch einige hochrangige Personen. 2007 wurde das Schiff Robert Hunter (nach dem kanadischen Mitgründer von Greenpeace Robert Hunter benannt) in Steve Irwin (nach dem TV-Naturforscher) umbenannt. Kurz vor seinem verfrühten Tode hatte Irwin überlegt das Schiff bei seiner nächsten Reise in die Antarktis zu begleiten und die Idee, das Schiff umzubenennen wurde von seiner Witwe Terri Irwin angeregt.

Und obwohl es für seine Arbeit, die Wale zu verteidigen, berühmt geworden ist, ist die Aufgabe der Sea Shepherds viel größer. Sie beteiligen sich an Kampagnen gegen Wilderei, Langleinen-Fischen, Jagd auf Haie und Robben, widerrechtliche Zerstörung von Lebensraum und Klimawandel. Ihre Konfrontation mit Haifischern in Guatemala ist ein Schwerpunkt des Films Sharkwater, der kürzlich in den Kinos angelaufen ist.

Tiefer gehende Berichterstattung bei Indymedia UK (en):

Newswire: Sea Shepherd Forced To Leave Killing Grounds In Antarctica | Ramming the Japanese whaling ship, onboard the Steve Irwin | Sea Shepherd blames acoustic weapon attack for Ramming Whaling ship | Japanese Whalers Playing Dangerous Games in the Ross Sea | Sound weapons used against protestors | Whalers harassed by Sea Shepherd in Australian Antarctic waters | Whalers flee Sea Shepherd in Southern Ocean Whale Sanctuary

Ältere Features (e): Japan issues arrest warrant for Nottingham activist | Arrests As International Whaling Commission Fails To Protect Whales | Nottingham Activist Returns From Whale Saving Mission In Antartica | Sea Shepherd activists injured as Japanese military open fire | Activists Held Hostage By Japanese Whalers In Southern Ocean | Whalers use Public Relations to twist the truth

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save the oceans

david 15.Feb.2009 23:50

now, consider blockading the proliferated deoxyegenated sewage threatening the "real salmon runs in the south east ofalaska each of the last 4 years".the cruise boats also contribute to 65 million in debt each of the last 4 years that the port of seattle turns over to the property tax that the port doesnt consider debt anymore becuz no one complains abouot it..result,schools geting shut down and stocks of salmon swimming in sewage all while 3rd world industrialist( starcruises of hongkong) DEValue u.s. currency using a front known as norwegian cruiseline.......571-225-9970 david

see the truth about modern day Pirates

Mike Mills 25.Aug.2009 11:02

see the truth about modern day Pirates

 http://www.youtube.com/watch?v=Kq3JtdV98DM&NR=1