Der Demarest Faktor: Die Ethik des US-Verteidigungsministeriums bezüglich akademakademischer Forschung in Mexikolola 05 May 2009 17:32 GMT (translated by lola)
Der Skandal: Die Professoren an der Kansas University für Geographfie, Peter Herlihy und Jerome Dobson erhielten das Geld für das Kartierungsprojekt namens Bowman Expeditions vom Foreign Military Studies Office (FMSO) mit Sitz in der US-Armeebasis Fort Leavenworth in Leavenworth, Kansas. Die mexikanische Verkörperung dieses Projekts heißt “Mexico Indigena” und begann 2005 mit der Kartierung in einem indigenen Gebiet im Staat San Luis Potosi, das als “La Husteca” bekannt ist. Dann verlegten sie ihre Arbeiten in den Staat Oaxaca, wo seit 2006 ein Volksaufstand der APPO - Oaxacan Peoples’ Popular Assembly, herrscht. Am 14. Januar 2009 veröffentlichte die UNOSJO, ein Zusammenschluss von Organisationen der Sierra Juárez in Oaxaca, ein Kommunique, in dem die Organisationen ihre Bedenken über Bio-Piraterie durch das Kartierungsprojekt Mexico Indigena ausdrückten. Sie behaupten, dass Gemeinden getäuscht wurden und keine Ahnung hatten, dass einer der Gründungsmitglieder des Projekts die FMSO war. Die UNOSJO spricht von einem klaren Mangel an Transparenz und dem zusätzlichen Verdacht, das ganze hinge mit dem kontroversen Human Terrain Kartierungssystem der USA zusammen. Es gibt tatsächlich Beweise dafür, dass sich die FMSO in etwas engagiert, was sie selbst als “Civil Information Management zur Unterstützung von Organisationen für Widerstandsbekämpfung” bezeichnet. Offizielle Reaktionen: Nachdem der Artikel von elenemigocomun.net veröffentlicht war, brachte das Mexico Indigena Team eine offizielle Antwort hervor, die sich mit den Bedenken über die Sponsorengelder des Militärs beschäftigt. Das war der Moment, in dem sich der Skandal aufblähte und etliche indigene Gemeinden und Organisatoren in Oaxaca Antworten forderten. Warum wurden sie nicht über die militärischen Gelder informiert? Wie werden die Karten vom Militär benutzt? Angesichts dieser ernsten internationalen Bedenken haben sowohl das Mexico Indigena Team, der KU Geographie Professor Jerome Dobson als auch die American Geographical Society (AGS), von der Dobson Vorsitzender ist, unabhängig voneinander Erklärungen veröffentlicht. Sie alle behaupten, dass Transparenz, ethische Standards und die besten Absichten gegenüber den indigenen Völkern die Grundlage für das Kartierungsprojekt seien. Die AGS geht noch weiter und streitet jegliche Zusammenarbeit mit dem Human Terrain Kartierungssystem der USA ab. Die Widersprüche: Zuallererst sind die Bowman Expeditionen geschickt nach dem Vater der US-amerikanischen Geographie und imperialen Forschung, Isaiah Bowman, benannt. Eine neue Biografie über Bowman von Neil Smith, “American Empire: Roosevelt’s Geographer and the Prelude to Globalization”, erlaubt uns einen genaueren Blick auf einen sehr rassistischen und arroganten Wissenschaftler, der seine Forschungen und die Einrichtungen dafür dazu benutzt, die imperialen, politischen und wirtschaftlichen Strafen in aller Welt zu erhöhen. Smith sagt, dass Bowman einige indigene Quechua gefangen nahm und sie während seiner Erkundungsreisen in Peru als Lasttiere benutzte, in denen er Machu Picchu entdeckte. Das ist nur ein Beispiel in Smiths Buch über Bowman, das die arrogante Natur des Geografen aufzeigt. UNOSJO behauptet, dass weder sie, noch die Gemeinden, die sie repräsentiert, je von den FMSO Geldern hinter dem Mexiko Kartierungsprojekt in Kenntnis gesetzt wurden. Bei einer zweiten Pressekonferenz am 19. Februar 2009 sprach Aldo Gonzalez davon, dass viele Gemeinden in Oaxaca dieses Mexiko Kartierungsprojekt auf ihrem Land ursprünglich ablehnten, weil jemand ein FMSO-Logo auf einer der Beispielkarten gesehen hatte, die herumgezeigt wurden, um die Gemeinden für das Projekt zu begeistern. Aldo fand auch heraus, dass in den UNOSJO Gemeinden Karten gezeigt wurden, auf denen kein FMSO-Logo mehr abgebildet war und ihnen wurde auch nie etwas über die Sponsorengelder erzählt. In den Sammelberichten des Kartierungsprojekts Mexico Indigena von 2008 sagen die Projektkoordinatoren immer wieder: “Wir (das Mexico Indigena Team) arbeiten weiter daran, wie man am besten die komplexen Geodaten erkundet, die man dafür braucht, um die „kulturelle Landschaft“ oder das „menschliche Terrain“ zu verstehen. Diese Daten sollen dann in einem leicht zu benutzenden Format im Internet abrufbar sein.” Auf der Internetpräsenz von KU Geografieprofessor Peter Herlihy steht auch: “Unsere multiskale GIS Datenbank will die kulturelle Landschaft (das sogenannte “menschliche Terrain”) des indigenen Mexikos digital darstellen.” Die Mitglieder des Mexico Indigena Teams reisten mit FMSO-Vertretern nach Kolumbien. Dort werden die Karten als Instrumente zur Aufstandsbekämpfung und der Militärstrategie angesehen. Man kann also nicht mehr sagen, das Projekt sei uneigennützig oder hätte eine andere Absicht. Es kann sich wohl kein Mensch vorstellen, dass die US-Armee in Kolumbien fröhlich vor sich hin kartiert. Entweder lügt das Mexico Indigena Team, oder sie stellen sich blöd, aber Folgen und die Absichten dieses Kartierungsprojekts können nicht weiter selbstverständlich sein. Der Demarest Faktor: Die Bowman Expeditionen erhielten ihre Beihilfe von FMSO bei Fort Leavenworth. Der Verantwortliche für die Bowman Expeditionen ist Leutnant Colonel Geoffrey B. Demarest. Demarest ist der IberoAmerika Forscher bei FMSO. Während seiner 23-jährigen Militärkarriere arbeitete Dr. Demarest in unterschiedlichen Positionen in Lateinamerika und hat außerdem Abchlüsse an der U.S. Army School of the Americas, dem Defense Attaché Course, Foreign Area Officer’s Course, Defense Strategy Course, Defense Language Institute, und anderen Einrichtungen. Er hat zahlreiche Artikel über interne Konflikte geschrieben. Darunter: “The Overlap of Military and Police Responsibilities in Latin America.” In Dr. Demarests erstem Buch, Geoproperty, wird Grundbesitz als ein Anligen nationaler Sicherheit und Strategie betrachtet. Die Forschungsgebiete, für die er sich interessiert sind z.B. aufkommende Bedrohungen und Reaktionen, neue strategische Ausrichtung, militärische Geschichte und internationales Recht. Dr. Demarest hat den Titel des Ph.D. für international Studien an der Denver University Graduate School of International Studies, a J.D., arbeitete als Anwalt und doziert über die Legalität von Spionage. Das Army’s Foreign Military Studies Office (FMSO) ist ein Forschungs- und Analysezentrum und unterliegt dem U.S. Army’s Training and Doctrine Command, Deputy Chief of Staff G-2 (Geheimdienst). Das FMSO leitet das Joint Reserve Intelligence Center (JRIC) in Ft. Leavenworth und betreibt analytische Programme, die sich mit aufkommenden ungleichförmigen Bedrohungen, der Entwicklung des regionalen Militärs, der Sicherheit und anderen Themen beschäftigen, die in der Entstehung befindlichen operativen Entwicklungen auf der ganzen Welt bezeichnen. Ungleichförmige Bedrohungen sind terroristische Organisationen und Widerstandsarmeen der Guerilla, während man unter aufkommenden Bedrohungen ein soziales Phänomen versteht, besonders soziale Bewegungen. Sechs von FMSO Leutnant Colonel Demarest veröffentlichte Artikel sind die besten Beweise für die unheimlichen Absichten der Bowman Expeditionen. Die Aufsätze “Expeditionary Police Sevice” [1], “Tactical Intelligence and Low Intensity Conflict” [2], “The Strategic Implications of International Law” [3], “Mapping Colombia: The Correlation Between Land Data and Strategy” [4], “Geopolitics and Urban Armed Conflict in Latin America” [5] und “The Overlap of Military and Police in Latin America” [6] widersprechen sich direkt mit den ursprünglichen offen angesprochenen Absichten, wie sie vom Mexico Indigena Team, den Bowman Expeditions oder der American Geographical Society angesprochen wurden. Demarest veröffentlichte auch ein komplettes Fachbuch: “Geoproperty: Foreign Affairs, National Security and Property Rights”, das jeder für rund 150 US$ kaufen kann. Dieser Text vermittelt im Detail Demarests Einstellung gegenüber militärischer Nutzung der Daten des Mexico Indigena Projekts. Ein siebter Artikel von FMSO Major José M. Madera, United States Army Reserve mit dem Titel “Civil Information Management in Support of Counterinsurgency Operations: A Case for the Use of Geospatial Information Systems in Colombia” beschreibt mit äußerster Genauigkeit, wie die offen zugänglichen GIS Informationen und Geodaten für Widerstandsbekämpfung und vom Geheimdienst genutzt werden. Das nennt die FMSO “Civil Information Management”. Wichtig ist dabei, dass die Masse an geografischen Informationen in diesen Texten vom US-Militär auch für Operationen in Kolumbien benutzt wird. Diese Einsätze werden vom US-amerikanischen Steuerzahler finanziert. Die Gelder fließen in einen Topf namens Plan Colombia. Die US-Regierung hat vor kurzem dafür plädiert etwas Ähnliches für Mexiko ins Leben zu rufen, was sich Merida Initiative nennt. Gemeinden und Organisatoren in Mexiko sprachen von der Merida Initiative als “Plan Mexico”. Beide Initiativen nehmen den Drogenhandel zur Begründung ihrer Aktivitäten, um die Gemeinden weiter zu militarisieren. Der Plan Colombia hat in den letzten zehn Jahren wenig bis gar keine Resultate gezeigt.
Diese FMSO Aufsätze und Demarests Aufzeichnungen zu diesem Thema beleuchten eine sehr spezielle und unheimliche Ethik, Einstellung und Strategie des Militärs in Bezug auf die Kontrolle von armen Bevölkerungsschichten, indigenen Menschen und Entrechteten im Allgemeinen. Diese besondere Einstellung umfasst auch die systematische Abwertung jeglicher indigener Regierungsform und Selbstbestimmung. Die kulturelle Identität wird als Behinderung des Wohlstands angesehen. Besonders werden die traditionellen Besitz- und Nutzungsrechte von Land, oder in Demarests Worten “informelle Landnutzung”, als größtes Hindernis für Fortschritt und Sicherheit angeführt. Demarest ist auch der Meinung, dass informeller Besitz sowohl in ländlicher als auch in urbaner Gegend ein Nährboden für kriminelle oder aufständische Aktivitäten sei. Endnoten: Berichte als PDF (en) 1. Expeditionary Police Sevice Weitere FMSO-Berichte über Mexiko (en): 7. Law Enforcement and the Mexican Armed Forces: New Internal Security Missions Challenge the Military Quellen: • México Indígena Internetseite auf elenemigocomun.net • Dr. Zoltán Grossmans Website über die kontroversen Geoexpeditionen der Bowman Expeditions / México Indígena: • The World Was Not Enough - Christian Parentis Meinung über Neil Smiths Buch über Isaiah Bowman, American Empire: Roosevelt’s Geographer and the Prelude to Globalization • Letter to the Association of American Geographers (AAG) from members Joel Wainwright and Joe Bryan: |
SOA graduate Geoffrey Demarest
SOAW.ORG 16.Apr.2009 07:03
SOA graduate Geoffrey Demarest’s time as Military Attaché at the U.S. Embassy in Guatemala was 1988 to 1991! This covers the time of heavy U.S. backed military repression against indigenous communitis in Guatemala and several high-profile cases of murder and torture (e.g. the Myrna Mack assassination in 1990. In 1989, Sister Diana Ortiz, the founder of the Torture Abolition Survivor Support Coalition here in DC was raped and tortured in Guatemala. During her torture, a man called Allejandro appeared to be in charge. He spoke colloquial English and spoke of contacts with the US Embassy. It also covers the time of the murder of Michael Devine. Allegations have been made that Guatemalan colonel, Julio Roberto Alpirez on CIA payroll, was involved. A review in 1996 showed that Alpirez was on the CIA payroll from 1988-1992 and that he was involved in the cover-up of the murder of Devine and had participated in the interrogation and likely torture of Efraim Bamaca, a captured Guatemalan guerrilla married to an American lawyer (Jennifer Harbury).
http://elenemigocomun.net/2255
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New Article On US Military Mapping in Mexico
elenemigocomun 04.Jul.2009 19:44
DEAD CIA ZAPATISTA
ANTI CIA 06.Jul.2009 10:14
DICHIARIAMO I LOMBARDI, VENETI, EMILIANI, LAZIALI, LIGURI, AREA CARUSO IN AREA CIA ORMAI IN MODO CHIARO DA SVARIATI ANNI CHE NON ESISTE TRATTATIVA NE SPERANZA. PER COLORO CHE TRADISCONO COME SEMPRE LA PENA è CERTA!!!! LEONKAVALLINI E TUTTA AREA CENTRI SOCIALI CARTA DI MILANO NON HANNO CHE DA CONTARE IL TEMPO GIORNO PER GIORNO!!!
CI VEDREMO......!!!!